25 Reise Sicherheitstipps die jeder kennen sollte. Seit Mitte der 90er Jahre reise ich um die Welt und habe ich viel über Sicherheit gelernt – manchmal auf die harte Tour. Hier sind meine besten Reisesicherheitstipps, um Probleme bei Deinen kommenden Reisen zu vermeiden.

Nichts ruiniert einen Urlaub schneller als betrogen oder ausgeraubt zu werden! Man muss nicht einmal reisen, es kann auch in Deiner Heimatstadt passieren. Durch meine Reisen habe ich mich an diese Situation gewöhnt, gehe vor allem mit offenen Augen durch die Welt und handel meist instinktiv. Ich will nichts übertrieben schwarz malen. Mir ist in all den Jahren nichts schlimmes passiert. Vermutlich aber auch deshalb, weil ich auf das eine oder andere achte.

In diesem Sinne, hier sind meine 25 besten Reisesicherheitstipps:

 

1. Bereite Dich vor und informiere Dich über bekannte, landesübliche Betrügereien.

Wo auch immer Du hinreist, Du wirst immer auf Leute treffen, die versuchen werden, Dich übers Ohr zu hauen. Wenn Du Glück hast, ist es irgendwie offensichtlich – aber es gibt auch viele schlaue, professionelle Betrüger da draußen.

Jeder denkt, dass man selber zu schlau ist, um betrogen zu werden – aber es passiert.

Hier sind ein paar Beispiele denen ich begegnet bin. Ich empfehle Euch, das Ihr Euch ganz genau über Euer Reiseziel informiert. Per google funktioniert das ganz gut. Ein Beispiel für Kuba ist der sogenannte Milchbetrug. Man wird als Tourist von Einheimischen angesprochen, das der arme Kubaner Milch für sein krankes Kind bräuchte und das die Milch so teuer sei. Ob man nicht helfen könne. Glücklicherweise ist auch gleich eine Strassenhändlerin in der Nähe mit 3 Tetrapacks mit Milch. Ihr solltet aufpassen. Die Milch wird 30 CUC kosten. Spätestens jetzt sollte Euch ein Licht aufgehen. 30 CUC sind nämlich ein Monatsgehalt eines kubanischen Staatsbediensteten. Aufgepasst auch bei den Jinteros, die besonders in Havanna und Trinidad eine Plage sind. Sie verhökern gefälschte Zigarren, wollen Dir eine kleine Ananas für 3 CUC andrehen, schleppen Dich in überteuerte Bars und geben sich sogar als Besitzer Deines Gästehauses aus, nur um Dich zu einer Unterkunft zu locken, die ihnen eine Provision zahlen wird. Kaputte Taxameter sind auch immer hilfreich eine Taxifahrt überteuert abzurechnen.

Jedes Land hat seine eigenen Besonderheiten, auf die man achten muss!

 

2. Informiere Dich vor Reiseantritt nach Notfall Rufnummern.

Wenn etwas passiert, habt Ihr womöglich keine Zeit oder Möglichkeit, Euch nach der Rufnummer der Polizei, des Rettungsdienstes oder der nächsten Botschaft zu informieren. Ihr werdet womöglich gestresst sein von der Situation oder panisch reagieren und könnt nicht klar denken.

Diese Rufnummern zu recherchieren und in einem Notfallplan einzutragen gehört für mich zu jeder Reisevorbereitung. Im Falle eines Falles könnt Ihr Euch dann an den Notfallplan halten. Ich nutze dafür die Evernote App auf meinem Handy und auf Laptop.

Alternativ könnt ihr den Notfallplan auf einem Zettel schreiben und laminieren und im Geldbeutel mit Euch tragen.

So wisst Ihr wo Ihr anrufen und Hilfe suchen könnt.

 

3. Prüfe Reisewarnung für Dein Reiseziel

Die Webseite des Aussenministeriums informiert Euch zuverlässig über die Situation im Reiseland Eurer Wahl. Gerade heute, am 06.02.18, hat das deutsche Aussenministerium eine Reisewarnung für die Malediven ausgesprochen. Da kam es gestern zu Unruhen in der Hauptstadt. Ihr seht also, das Aussenministerium reagiert zeitnah auf politische Veränderungen.

https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/malediven-node/maledivensicherheit/220382

 

4. Achte auf Deine Wertsachen

Generell ist es keine gute Idee zu viele Wertsachen mit in den Urlaub zu nehmen. Lasst wenn möglich Schmuck und teure Uhren zu Hause. In Brasilien z.B. habe ich nie Wertsachen mit an den Strand genommen. Gelegenheit macht Diebe. Was ich bei allen meinen Reisen dabei habe ist meine Kameraausrüstung, Laptop, Ipad und mein Iphone.

Ich nehme nie alles gleichzeitig mit. Meine Wertsachen transportiere ich in meinem Rucksack. Den kann ich mit einem Zahlenschloss sichern. Ein geschickter Dieb kann den Rucksack aufschneiden. Man muss seine Wertsachen halt im Auge behalten. Den Rucksack kann man im Bus oder Zug mit einem Kabel zusätzlich sichern.

In Eurer Unterkunft solltet Ihr Euch nach sicheren Aufbewahrungsmöglichkeiten informieren. Meist gibt es Zimmersafes, Schliessfächer oder einen verschliessbaren Lagerraum.

 

5. Schliesse eine Reisekrankenversicherung ab

Du denkst nie das Du eine brauchst, bis etwas passiert. Gerade vor kurzem ist einem befreundetem Blogger Pärchen auf Weltreise etwas passiert. Die waren in Thailand mit einem gemieteten Motorrad unterwegs und die wurden von einem PKW frontal angefahren. Beide kamen mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Beide hatten sogar Hüftbrüche. Nach der Erstversorgung in Thailand wurden sie per Krankenrücktransport nach Deutschland zur weiteren Behandlung und anschliessender Reha gebracht. Die Weltreise, die noch mehrere Monate andauern sollte, wurde so abrupt und brutal unterbrochen. Damit hätten die beiden bis zu dem Zeitpunkt nie gerechnet.

Es gibt zwei Varianten für die Reisekrankenversicherung.

Für Kurzreisen bietet sich die ADAC Auslandskrankenversicherung an. Die kostet für ADAC Mitglieder einmalig 12,80 € und für Nichtmitglieder 13,90 € pro Jahr. Wenn Ihr länger als 45 Tage im Ausland seit, benötigt Ihr eine Langzeit Auslandskrankenvericherung.

Ich empfehle für die Langzeit Auslandskrankenversicherung die Hanse Merkur Versicherung. Da sind Patrick und ich seit 2014 versichert. Für mich kostet die Versicherung im Monat 59,- € und für Patrick 37,- €.

 

6. Frage Einheimische um Rat

Wenn Du wissen willst welche Stadtviertel sicher und welche mit Vorsicht zu geniessen sind, frag Einheimische. Die meisten Einheimischen sind freundlich und werden Dich davor warnen in gefährliche Gegenden zu gelangen. Auf der anderen Seite ist es ratsam, Informationen von Fremden, durch eine zweite Meinung bestätigen zu lassen. Taxifahrer sind meist auch gute Quellen. Die Mitarbeiter der Hotels oder die Besitzer von Ferienwohnungen helfen auch in der Regel gerne und gut weiter.

 

7. Melde Dich beim auswärtigem Amt in der Krisenvorsorgeliste an

Das Auswärtige Amt rät, sich auf der Krisenvorsorgeliste “Elefand” online zu registrieren. Dort können Reisenden ihre Kontaktdaten angeben sowie, wann und wohin sie reisen, um im Notfall erreichbar zu sein. Der Schritt wird vor allem für Krisenländer empfohlen, ist aber bei jeder Auslandsreise möglich.

Auf der Seite kann sich jeder anmelden, der für einen Urlaub oder einen längeren Aufenthalt ins Ausland reist. Besonders gilt dieses Angebot für jene Reisende, die kein Pauschalangebot wahrnehmen und daher nicht über einen Reiseveranstalter kontaktiert werden können, um über aktuelle Entwicklungen in ihrem Aufenthaltsland informiert zu werden.

Die Anmeldung ist einfach: Über die Adresse “https://elefand.diplo.de” können sich Nutzer registrieren, um Angaben zur Person und ihren Aufenthalt im Ausland zu machen. Grundlage ist das Konsulargesetz. Es verlangt von den deutschen Auslandsvertretungen, im Interesse der Krisenvorsorge Listen der Bundesbürger zu führen, die sich in ihrem Amtsbezirk aufhalten.

 

8. Informiere Freunde und Familie über Deinen Reiseplan

Sobald du Dein Reiseziel ausgesucht hast, stelle sicher, dass jemand anderes es auch weiß.

Der beste Weg ist, den gesamten Reiseplan per E-Mail an einige Familienmitglieder zu schicken und nachfragen ob sie die eMail erhalten haben.

Bevor ich irgendwohin reise, sorge ich dafür, dass meine Eltern und Schwestern wissen, wohin ich reise, was meine Pläne sind und wann ich zurück sein werde. Falls ich mich einige Tage nach dem Rückreisetermin noch nicht gemeldet habe, können die sich dann an die örtlichen Behörden wenden.

 

9. Erzähle Fremden nicht zu viel

Erzähle Fremden nicht zu viel über Deine Reiseroute und auch nicht Dein Rückreisedatum. Poste nicht zu viel auf Facebook während der Reise, auch so können Unbekannte Deine Reiseroute nachvollziehen und zu Deinem Nachteil nutzen.

Ich empfehle Dir, neuen Bekannten, die Du gerade kennengelernt hast nicht zu viele Details über Deine Reiseroute oder Deine Unterkunft zu verraten. Schon gar nicht irgendwelchen Ladenbesitzern. Wenn jemand fragt, brauchst Du nicht unhöflich sein, gib einfach eine vage Auskunft, das Stadtteil in dem Du wohnst aber nenne nicht das Hotel. Oder lüge und gibt ein anderes Hotel an als das in dem Du wohnst.

Manchmal fragen die Leute, ob Du das erste mal in dieser Gegend bist. Da hilft eine Notlüge. Wenn Du demjenigen nicht 100% vertraust, sagst Du einfach, dass Du schon öfter dort warst. Wenn Du sagst, das Du das erste mal dort bist, kannst Du unter Umständen als leichtes Opfer für Betrügereien angesehen werden.

 

10. Achte auf Deine Kleidung

Wenn Du im Urlaub bist und die falsche Kleidung trägst, outest Du Dich sofort als “TOURIST” und machst dich zum Ziel für Betrüger, Diebe und Schlimmeres. Je weniger Du wie ein Tourist aussiehst, desto weniger Aufmerksamkeit bekommst Du von den falschen Leuten.

Das Tragen der richtigen Kleidung ist übrigens auch ein Zeichen des Respekts. Viele islamische Länder haben spezifische Kleidervorschriften, die oft strikt durchgesetzt werden. Aber nicht nur dort. In Barcelona ist es z.B. nicht erlaubt mit nacktem Oberkörper durch die Stadt zu laufen. Das obwohl der Einfluss der katholischen Kirche in Spanien rapide abgenommen hat.

Ein absolutes no-go ist die Gürteltasche. Damit outest Du Dich sofort als Tourist und wirst gleichzeitig ein leichtes Ziel für jeden Taschendieb.

Es ist leicht möglich, sich an das Gesetz zu halten und die Einheimischen immer noch mit was du als Kleidung trägst, zu beleidigen. Das geht manchmal schneller als man denkt. Sich nicht an lokale Bräuche zu halten, kann schnell sowohl arrogant als auch ignorant wirken. In konservativen Ländern ist sicherer, sich selbst konservativ zu kleiden. Als Ausländer wirst Du sowieso erkannt. Wwenn Du Dich aber anpasst, wirst Du weniger auffallen.

Auf Wickipedia findest Du schnell ob in Deinem Reiseziel Kleidungsvorschriften zu beachten sind, oder nicht.

 

11. Spare nicht an Deiner Sicherheit

Wenn Du als Backpacker unterwegs bist, kann es verlockend sein so viel Geld wie möglich durch billige Unterkünfte, den billigsten Flügen und den billigsten Aktivitäten zu sparen.

Es ist wichtig zu wissen, dass dies nicht immer die sicherste Art zu reisen ist.

Ultra-billige Backpacker-Hostels sind nicht immer die sichersten Orte. Manche haben den Charme von Obdachlosenunterkünfte für Drogensüchtige. Billigflüge können oft mitten in der Nacht ankommen – normalerweise nicht die beste Zeit, um in einer gefährlichen Stadt ein Taxi zu rufen und zu hoffen, dass der Fahrer Dich nicht entführt.

Manchmal lohnt es sich, ein bisschen mehr Geld für ein etwas besseres Hostel, einen bequemeren Flug oder in ein Taxi von der Bar zu investieren.

 

12. Bleib mit Deinem Gepäck verbunden

Die meisten Raubüberfälle ereignen sich und gelingen, weil das Opfer es dem Dieb es leicht macht und dann auch noch Zeit hat zu entkommen. Daher wird alles, was den Überfall verlangsamt, dazu beitragen, es von vornherein zu verhindern.

Ein potentieller Dieb soll Dich als einen viel zu riskanten Job ansehen – und Dich in Ruhe lassen.

Eine einfache und effektive Methode ist die Verwendung eines Karabinerclips. Die einfache Aufgabe ist es zu verhindern, dass der Dieb mit seiner Beute schnell verschwinden kann.

 

13. Lerne grundlegende Selbstverteidigungstechniken

Du brauchst keinen schwarzen Gürtel in Karate. Aber ein paar Trainingsstunden sind eine lohnende Investition in die eigene Sicherheit. Krav Maga oder Muay Thai sind da die erste Wahl.

Als nächstes solltest Du lernen wann Du diese Techniken anwendest. Nur weil Du jeden in den Hintern treten und auf den Boden bekommst, heist es noch lange nicht, das Du das in jeder Situation anwendest.

“Tu, was immer Du kannst, um eine körperliche Konfrontation zu vermeiden, aber der Moment kommt, wo es nicht mehr anders geht, attackiere, um zu entkommen.”

Eine gute Möglichkeit heil aus einer Bedrohungsituation herauszukommen, besteht darin, einen Dieb nicht zu provozieren. Wenn jemand mit einer Waffe oder einem Messer nur dein Iphone will, gib es ihm, lauf weg und lebe weiter. Gerade in Südamerika haben jugendliche Räuber nur eine geringe Hemmschwelle.

Und nochmal, wichtig, verwenden Gewalt nur, wenn Dein Leben bedroht ist und es keine andere Option gibt.

 

14. Sei selbstbewusst

Wusstest Du, dass ein Großteil der menschlichen Kommunikation auf nonverbaler Körpersprache basiert? Selbstbewusst zu sein kann verhindern, dass Du ein Ziel wirst

Halte dich aufrecht, sei wachsam und achte auf deine Umgebung. Wenn Du selbstbewusst bist, können potentielle Angreifer das durch Deine Körpersprache und Deinen Augenkontakt spüren.

Die meisten werden sich entscheiden, weiterzugehen und ein leichteres Opfer suchen.

An vielen Orten auf der Welt kann der direkte Augenkontakt mit kombiniert mit Selbstbewusstsein dazu beitragen, einen Angriff zu verhindern, wenn der Angreifer realisiert dass Du vorbereitet bist und ahnst was er plant. Jetzt kommt der Haken bei der Sache. In anderen Teilen der Welt könnte zu viel Blickkontakt zu Problemen führen …

Im Allgemeinen solltest Du Dir bewusst sein, wer um Dich herum ist und aus welchem Grund der dort ist. Du solltest nicht verängstigt wirken (auch wenn es so ist).  Ich vermeide es, auffällige Fremde, also Typen bei denen ich ein schlechtes Gefühl habe, mit direkten Blickkontakten, zu provozieren.

 

15. Informiere Deine Hausbank über Deine Reise

Stell Dir vor, Du hast alle Reisevorbereitungen gewissenhaft und gründlich erledigt. Jetzt geht die Reise los. Und Deine Bank sperrt Deine EC- und Kreditkarten, weil der Sachbearbeiter glaubt Deine Karten seien Dir gestohlen worden. Das ist kein Witz oder Fiktion, sondern gängige Praxis, wenn dem Bankmitarbeiter Bargeldabhebungen im Ausland auffallen.

Wenn das passiert und Du Glück hast, kannst Du Deine Karten mit einer Sicherheitsabfrage wieder freischalten lassen, wenn dadurch Deine Identität geprüft wurde.   Ansonsten erhältst Du von Deiner Bank eine Benachrichtigung, dass unregelmäßige Aktivitäten auf Deiner Karte festgestellt wurden, und die Bank alle Transaktionen unterbinden, bis die Situation geklärt ist – was Tage dauern kann.

Nichts ist ärgerlicher als ohne Bargeld oder funktionierender Bezahlfunktion der EC-Karten die ersten Urlaubstage zu verbringen.

Die Lösung ist einfach. Die meisten Online-Banking-Dienste bieten die Möglichkeit, die Bank oder den Kreditkartenanbieter über Deine bevorstehende Reisen zu informieren. Stelle sicher, dass Du Deine Hausbank informierst.

 

16. Verstecke Notfallgeld

Man kann noch so gut vorbereitet sind und trotzdem kann es zu einem Worst-Case-Szenario kommen. Es ist aber klug auch vom schlimmsten Fall auszugehen und sich darauf vorzubereiten. Deshalb kommen wir zum Thema Notfallgeld Versteck.

Einige meiner Lieblingsverstecke sind:

  • Eine geheime Tasche, die in meine Jeans eingenäht ist
  • In einem leeren Labellostick
  • In einem Geldscheinfach im Gürtel

Wie viel Notfallgeld sollte man deponieren? Das hängt ganz von Euch ab. Ich verstecke zweimal 200,- € in zwei verschiedenen Verstecken.

Eine versteckte, zweite Kreditkarte ist meine zusätzliche Empfehlung.

Wenn alle Stricke reissen, was dann? Dann rufst Du einen Freund oder ein Familienmitglied an und bittest diesen Dir das Notgeld zu schicken, das Du bei ihm gelassen hast, bevor Deine Reise begann. Der kann das per Western Union überweisen, das Geld kannst Du dann sofort bei Deiner Western Union Stelle in Empfang nehmen.

 

17. Sicheres essen und trinken im Urlaub

In den letzten Jahren bin ich durch Südamerika, die Karibik, Europa und China gereist und nur ein paarmal eine Lebensmittelvergiftung erlitten. Ne Spass beiseite, bislang war alles ok.

Habt keine Angst vor exotischem Essen.  Tatsächlich kann das Essen seltsamer neuer Lebensmittel ein Höhepunkt für viele Reisenden bei ihren Abenteuern auf der ganzen Welt sein.

Ich empfehle Euch folgende Tipps:

  • Esst in den Restaurants und Garküchen mit langen Schlangen wartender Kunden davor
  • Versuche zuzusehen, wie Dein Essen zubereitet wird
  • Wenn Du Allergien hast, bereite eine laminierte Karte in der Landessprache vor und nimm diese immer mit
  • Vollständig durchgekochtes Essen ist immer das sicherste, auf Kuba hat mich nachdem ich einen Salat gegessen hatte 3 Tage Montezumas Rache im Griff
  • Iss nur schälbare Früchte
  • Trinkt abgefülltes Mineralwasser. Gerade in China kann man Leitungswasser nicht trinken

 

18. Sei vorsichtig beim benutzen von Geldautomaten

Halte immer eine Hand über das Ziffernfeld, wenn Du die Pin Nummer eingibts (das solltest Du übrigens auch in Deutschland tun). Nicht nur für den Fall das Dir jemand über die Schulter schaut, sondern auch falls eine Kamera versucht dich bei der Pineingabe zu filmen.

Schau Dir den Geldautomaten genau an. Wenn Zeichen einer möglichen Manipulation zu sehen sind, geh in die Bankfiliale. Falls der nicht an einer Bankfilale angebracht ist, nutze den Geldautomaten nicht und suche Dir den nächsten.

Wenn ein Geldautomat Deine Karte scheinbar gefressen hat, führe einen Finger entlang des Kartensteckplatzes, um zu sehen, ob Du etwas hervorstehen fühlst. Die “libanesische Schleife” ist ein Trick, bei dem eine dünne Plastikhülle Deine Karte erfasst und die Maschine daran hindert, sie zu lesen. Sobald Du weggehst, reißt ein Dieb sie heraus und rennt mit Deiner Karte davon.

Ein weiterer oft übersehener Faktor ist, wo sich andere Leute aufhalten, wenn Du am Geldautomaten bist. Kann jemand über Deine Schulter schauen? Dann ist er auch nahe genug, um das Geld zu greifen und wegzurennen.

Suche dann einen anderen Geldautomaten. Sicher ist sicher!

Lasse Dir von nie von Fremden am Geldautomaten “helfen”.

 

19. Hör auf, Deine Gesässtasche zu nutzen

Es ist der erste Platz, den jeder Taschendieb überprüfen wird. Der beste Weg, diese Gefahr zu umgehen ist, sie nie zu benutzen. Deine Vordertaschen sind viel schwerer zu bestehlen, ohne das Du es bemerkst.

Wenn Du wirklich besorgt bist oder planst, in eine Stadt zu reisen, die bekannt für Taschendiebe ist, kannst Du einen Geldgürtel tragen. Ich bin kein Fan von Geldgürteln, aber ich kenne viele, die sie verwenden.

 

20. Reise in Gruppen

Je mehr Leute um dich herum sind, desto mehr Augen sind auf die Wertsachen gerichtet – und desto mehr Beine stehen zur Verfügung, um Dieben hinterherzulaufen.

Eine Gruppe ist auch eine viel einschüchternde physische Präsenz, die Räuber aller Art abzuschrecken hilft.

Wenn du allein reist, kannst du neue Freunde finden und gemeinsam die Gegend erkunden.

In Backpacker-Hostels zu wohnen, ist eine ausgezeichnete Möglichkeit, gleichgesinnte Freunde zu finden. Oft findest Du dort andere Alleinreisende, die vielleicht die gleichen Aktivitäten geplant haben, wie Du.

Ich möchte aber auch betonen, wie wichtig es ist, neuen Leuten nicht schnell zu vertrauen. Es gibt einige professionelle Betrüger, die Backpacker-Hostels nutzen, um andere Reisende zu finden, die nach neuen Freunden suchen.

Lass Deine teuren oder wichtigen Sachen nicht bei jemandem, den Du gerade erst kennengelernt hast. Egal wie freundlich sie scheinen.

 

21. Nimm ein Erste-Hilfe-Set mit

Verletzungen können passieren, wenn Du im Urlaub bist, egal wie vorsichtig Du bist. Deshalb ist es immer eine gute Idee, mit einem einfachen Erste-Hilfe-Set unterwegs zu sein.

Eine Grundausstattung zur Behandlung von Schnitten, Verstauchungen und Magenproblemen können helfen, wenn Du oder die Menschen in Deiner Umgebung sie brauchen.

Es gibt günstige fertig gepackte Erst-Hilfe-Sets im Internet. Ich ergänze die um folgende Artikel:

  • eine kleine Tube Sonnencreme
  • Antihistamin Tabletten
  • Zusätzliche Schmerztabletten (Ibuprofen)
  • Immodium Akut

 

22. Bleib (relativ) nüchtern

Wenn man auf Reisen völlig betrunken oder high ist, ist das immer sehr riskant. Wenn man betrunken ist, nimmt man seine Umgebung nicht mehr wahr. Man ist ein leichtes Opfer für jeden der die Situation auszunutzen gedenkt.

Ich sage nicht bleib nüchtern. Ich bin selber kein Kind von Traurigkeit und war es nie. Trinke verantwortungsvoll und stell sicher, das Du nicht die Kontrolle verlierst.

Härtere Drogen sind besonders riskant –  und sind ein guter Weg, Ärger mit der Polizei zu bekommen, die im Ausland nicht so “fürsorglich” ist wie die Polizei in Deutschland. Ganz zu schweigen davon, mit potentiell gefährlichen Menschen zu tun zu haben, die diese Drogen zur Verfügung stellen – und ihren eigenen Motiven.

Solltest Du doch mal bis spät in die Nacht oder bis in den Morgengrauen feiern, sei vorsichtig. Die Gefahr ist im Ausland deutlich höher als in der heimischen Disco oder Altstadt.

Viele grundsätzlich sicheren Kneipen, besonders solche die bei Touristen beliebt sind, werden spät nachts viel unsicherer. Wenn man betrunken herumstolpert ist man eine leichte Beute für alle Arten von Ganoven.

 

23. Vertraue Deinen Instinkten!

Das wird leicht vergessn – und ist doch unglaublich wichtig. Jeder hat die Fähigkeit Gefahr zu spüren.  Der Körper kann Anzeichen von Gefahr wahrnehmen, bevor sich das Gehirn dessen bewusst ist.

Wenn Du Dich unwohl fühlst und nicht weisst, warum, versuche es nicht als irrationale Angst abzuschreiben. Stoppe und achte auf die Umgebung. Kannst Du herausfinden, was das Problem ist?

Es ist leicht, Deine Instinkte als “albern” zu bezeichnen. Behandle sie niemals als solche. Diese Bauchgefühle und Intuitionen haben den Menschen Millionen Jahre lang Sicherheit gebracht.

 

24. Reisesicherheit für Frauen vs. Männer

Alle oben genannten Reisesicherheitstipps sind für Männer und Frauen gleichermaßen wichtig. Ich glaube nicht, dass die Fähigkeit, sicher zu reisen, sich auf das Geschlecht konzentrieren sollte.

Leider sind Frauen überall Opfer von Gewalt. Das Reisen erhöht diese Bedrohung nicht notwendigerweise, es ändert lediglich den Standort.

Frauen, die befürchten, angegriffen oder belästigt zu werden, ziehen es vor, einen lokalen Straßenbasar oder einen Nachtclub in einer Gruppe zu besuchen, anstatt alleine.

Ich kenne einige Frauen, die sich sicherer fühlen, wenn sie eine Sicherheitssignalpfeife bei sich tragen, wenn sie alleine reisen.

Männer haben jedoch auch besondere Sicherheitsproblem, auf die sie achten müssen, wenn es um ihre Egos geht. Wie sich in einen Kampf zu stürzen, der nicht notwendig ist. Oder von einer schönen Frau betrogen zu werden.

Bei Thema Sicherheit im Straßenverkehr geht es vor allem darum, auf der Straße zu bleiben, auf das Unerwartete vorbereitet zu sein und die Risiken in gefährlichen Situationen in einem neuen und unbekannten Land zu minimieren.

 

25. Ein paar schliessende Worte zum Thema Risiko …

Wenn Du reisen möchtest, kann man Risiken nicht vermeiden. Es gibt keine Möglichkeit, in irgendeinem Teil des Lebens zu 100% sicher vor Bedrohungen zu sein, aber das gilt besonders für Abenteuerreisen.

Risiko ist ein wesentlicher Bestandteil des Abenteuers. Das eine kann ohne das andere nicht existieren. Das bedeutet, dass Du, wenn Du auf die Straße gehst, früher oder später möglicherweise betrogen wirst oder Dich in unerwartet schwierigen Umständen wiederfindest. Es passiert uns allen ohne Ausnahme.

Risiko ist unvermeidlich – aber es kann reduziert werden, so dass Du Dich sicher und geschützt bleibst. Deshalb habe ich diesen Beitrag geschrieben.

Wie hören die meisten Menschen von Ereignissen in anderen Ländern? Es ist normalerweise durch die Nachrichten. Das ist ein großes Problem, weil die Medien voreingenommen sind – aber nicht so, wie die Politiker es gerne hätten. Die Medien berichten über ungewöhnliche Ereignisse (meist negative). Die Dinge werden in den Nachrichten erwähnt, weil sie selten passieren. Das ist die Definition von “berichtenswert”.

Wenn die Nachrichten wirklich repräsentativ für das sind, was in der Welt passiert, würden 99,9% der Bericht so klingen: “Heute ist in China absolut nichts Gefährliches passiert und jeder hatte einen ganz normalen Tag – wieder einmal.”

Die Nachrichtenmedien lassen andere Länder viel weniger sicher fühlen als sie wirklich sind. In der Tat scheint die Welt jedes Jahrzehnt sicherer zu werden, so Daten, die der Ökonom Max Roser und der Psychologe Steven Pinker zusammengetragen haben.

Das bedeutet nicht, dass schlimme Dinge nicht passieren. Es sagt, dass sie normalerweise eine irreführende Darstellung dessen sind, was normalerweise passiert.

Glaube dem Hype nicht. Im Allgemeinen war es nie eine sicherere Zeit zu reisen! Also geh raus und genieße Deine Reise.

Hast du Fragen zu dem Blogartikel, schreib es unten in den Kommentaren! Oder möchtest den Blogartikel teilen? Das würde Patrick und mich sehr freuen 😉

 

 

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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