Reist  du zum ersten Mal in eine asiatische Metropole und hast keine Ahnung wie du mit aufdringlichen Taxifahrern, fremder Währung, Kommunikationsproblemen und dem Verkehrschaos umgehen sollst?

Vermeide die folgenden von vielen Asien Anfängern gemachten Fehler:

1. Buch deine Unterkunft unbedingt vorab

Go with the flow…grundsätzlich eine gute Idee bei der Urlaubsplanung.

Diesen Lifestyle solltest du besser erst am zweiten Tag einer Reise so richtig ausleben. Eine Unterkunft zumindest für die ersten 1-2 Tage vorab gebucht zu haben hat mehrere Vorteile:

✓ Schon an der Flughafen Immigration wird man häufig nach einer konkreten Adresse gefragt – eine unangenehme Situation für Urlauber, die  sich erst vor Ort umsehen wollen.  Die Adresse wird z.B. in China bei Touristenvisa nicht überprüft, anders sieht es bei Langzeit- oder Studentenvisas aus. Da muss die Adresse tatsächlich stimmen und vor Ort von der zuständigen Polizeistation bestätigt werden (ein bisschen wie früher in der DDR)

✓ Auch besteht die Gefahr bei der Suche nach einer schnellen Unterkunft darin, vom Taxifahrer zur Kaschemme seines Cousins gefahren zu werden – ohne Rücksicht auf eigene Ansprüche oder Vorlieben.

✓ Darüberhinaus bist du nach einem langen Flug doch einfach nur froh schnell in dein Bett zu kommen.

 

2. Gönn dir eine schöne Bleibe als Ausgleich zu Lärm und Stress

Je nachdem in welcher Stadt du landest, kann das Stresslevel mitunter sehr hoch sein: Permanenter Lärm, hupende Autos, irrsinniger Verkehr, Menschenmassen und teilweise extreme Gerüche sind an der Tagesordnung.

Klar willst Du nicht gleich am ersten Tag deine Reisekasse durch zu hohe Ausgaben bei der Übernachtung belasten. Ich habe die höheren Kosten dann eher an anderer Stelle wieder eingespart.

An einem Traumstrand kannst du gut und gerne mal auf etwas „Luxus“ verzichten, da die Natur sofort für kleine Unannehmlichkeiten der Unterkunft entschädigt. Nach einem anstrengenden Tag in einer Großstadt, ist es schön in einer Oase der Ruhe und Sauberkeit zu kommen.

Bewertungsportale wie TripAdvisor  und auch Pinterest helfen dir bei der Suche nach einem entspannten Ort. Achte dabei besonders auf die Ausführungen zu dem Punkt Lärm.

 

3. Leg deinen Flug so, dass du tagsüber ankommst

Die Ankunft bei Nacht kann in manchen Städten unangenehm werden: Busse und Bahnen fahren nicht oder nur sehr selten, die Taxifahrer haben eine starke Verhandlungsposition, deine Unterkunft hat unter Umständen schon geschlossen und du läufst Gefahr in unangenehme Situationen zu geraten.

Gerade wenn du mit der asiatischen Megacity null vertraut bist, empfiehlst sich eine Anreise während des Tages.

Ich fliege meist  ab 19 Uhr von Frankfurt am Main Richtung China. Nach dem Mittagessen noch einen Film anschauen und dann schlafen. Nach dem Frühstück landet die Maschine morgens um 6 Uhr in China und man hat noch den ganzen Tag vor sich. Ideal!

 

4. Sei bei der Ankunft am Flughafen hellwach

Du kommst vom Gepäckband, folgst den Schildern zum Flughafenausgang und schon wirst du von Taxifahrern umzingelt, die in gebrochenem Englisch auf dich einreden und dir dein Gepäck förmlich aus der Hand reißen. Da hilft es ungemein genau zu wissen, wie der öffentliche Nachverkehr funktioniert und was Taxis zu deinem Zielort in etwa kosten.

Am günstigsten und auch spannend ist es, zunächst mal den öffentlichen Nahverkehr auszuprobieren, hier hilft oft einfaches Durchfragen weiter, die meisten Asiaten sind sehr hilfsbereit und lassen nicht locker, bis das Problem gelöst ist.  In Shanghai kommst du wunderbar mit dem.  Transrapid direkt vom Flughafen in die Innenstadt. In Singapur ist es ähnlich, nur halt mit der S-Bahn. Wenn du dich doch für den einfachsten Weg, das Taxi entscheidest, solltest du unbedingt:

Andere Reisende fragen, ob ihr nicht gemeinsam in Richtung Zentrum fahren könnt (billiger und man hat sofort Anschluss)

✓ Locals nach der Anfahrtszeit zu deiner Zieladresse fragen. Während der Rushhour kann man schnell mal zwei Stunden für eine Strecke von fünf Kilometern brauchen.

Nicht auf gemeine Taxifahrertricks reinfallen: „Für den Flughafenbereich wird eine zusätzliche Gebühr aufgeschlagen / Der Preis von xyz ist immer fix / Ich habe nicht 15 sondern 50 gesagt“

✓ Entweder einen klaren Fixpreis vorab aushandeln oder auf dem Einschalten des Taxameters bestehen. Bei harten Verhandlungen geh einfach 100m weiter und versuch es bei anderen Fahrern, häufig bekommt man dort einen besseren Preis.

 

5. Mach dich frühzeitig mit der lokalen Währung vertraut

Am besten du holst dir mit deiner Kreditkarte am nächstbesten ATM im Flughafen etwas Cash. Sehe dir die Scheine genau an, damit du diese auch in schummrigem Licht und in hektischen Situationen auseinander halten kannst.

Gerade in den ersten Tagen passiert es häufiger, dass man aus Versehen 500 Kröten auf den Tisch legt, obwohl man nur 50 Zahlen muss – ein gefundenes Fressen für die Gerissenen unter den Einheimischen. Auch solltest du den genauen Wechselkurs und das lokale Preisniveau kennen, um nicht auf Mondpreise hereinzufallen.

 

6. Verschaffe dir einen Überblick

Wenn du nun nach einer entspannten ersten Nacht in deinem Hotel bereit für die Erkundung der Megacity bist, solltest du ein Gefühl für diese Stadt bekommen.

Mir hat dabei oft die Vogelperspektive geholfen. In jeder asiatischen Großstadt gibt es entweder Wolkenkratzer oder heilige Berge auf denen sich Tempel befinden. Hier ein paar Anregungen:

✓ Bangkok: Baiyoke Tower 2, Eintritt 10 € mit free Drink in der Cocktailbar des Hotels

✓ Singapur: Marina Bay Sands, 12 €

✓ Kuala Lumpur: Helipad Lounge Bar mit perfektem Blick auf die Petronas Towers

✓ Yangon: The Thiripyitsaya Sky Bistro, den Blick bezahlt man über die Getränke

✓ Madalay: Mandalay Hill, nur das Fotomachen kostet 1 USD.

 

7. Beuge Kommunikationsproblemen vor

Viele Taxifahrer sprechen gar kein oder nur sehr wenige Worte Englisch. Mir ist es auf den Reisen schon mehrfach passiert, dass ich voller Stolz dem Taxifahrer einen Stadtplan unter die Nase gehalten haben und ihm damit erklären wollten, welches Ziel er ansteuern möge.

Doch zum einen sind die Straßennamen nicht in der landestypischen Schrift und zum anderen können viele Taxifahrer gar keine Karten lesen. Lasst euch daher unbedingt das Ziel im Hotel aufschreiben – natürlich in den Schriftzeichen der Landessprache.

 

8. Nimm dir einen Fahrer für eine schnelle Stadterkundung

Die beste Art eine Stadt zu erkunden ist sicher zu Fuß.

Aufgrund der Größe asiatischer Metropolen musst du aber auch immer wieder auf motorisierte Varianten zurückgreifen. Das Problem an öffentlichen Verkehrsmitteln ist, dass sie teilweise sehr kompliziert sind und unheimlich Zeit fressen. Ich bin deshalb meistens mit gemieteten Fahrern unterwegs (Moped oder Auto). Je nach Gusto kann es hilfreich sein einen englischsprachigen Fahrer zu engagieren, für die Abenteurer empfehle ich allein nach Sympathie zu entscheiden – “Gespräche” mit Händen und Füßen gehören zu einem Asien-Tripp einfach dazu.

 

10. Got lost!? Genieße es…

Solltest du Punkt 9. überlesen haben oder auf zwei Menschen ohne Ahnung aber “mit Gesicht” gestoßen sein, bleib cool. Solange du dich tagsüber verläufst kann gar nicht viel schief gehen. Im Gegenteil, auf diese Art triffst du meist die tollsten Menschen und erlebst die spannendsten Geschichten.

Solltest du nachts verloren gehen und dich unwohl fühlen, schnapp dir einfach ein Taxi – safety first. Den Zettel mit dem Namen und er Anschrift des Hotels, in der Landessprache solltet ihr immer dabei haben!

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.

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