Das Geheimnis erfolgreicher digitaler Nomaden. In den letzten vier Jahren gab es eine grosse Welle an Unternehmensgründungen, die sich, angestachelt von den verschiedenen Bewegungen, Konferenzen, Blogs und E-Books rund um das Thema in das Digitale Nomadentum stürzten. Immer häufiger sehe ich ihre bezahlte Werbung auf den unterschiedlichen Social-Media-Kanälen. Die Werbung ist mittlerweile so penetrant, das die meisten angehenden Coaches mehr veralbert werden in den Kommentaren, als das man ihnen ernsthaft ihren Werbeaussagen glauben schenkt.

Unseren Oneandahalfman Blog gibt es mittlerweile 5 Jahre und ich habe in den vergangenen Jahren viele Reiseblogger kennengelernt, bzw. deren Reiseblogs gelesen und Newsletter abonniert. Etwa 80% dieser Blogs existierten nach 6 Monaten bereits nicht mehr. Weil die Seifenblase irgendwann platzt, die Realität ihnen zeigt, dass es nicht mit der links zu schaffen ist zu Kunden und Aufträge zu gelangen oder ihnen das Geld ausgeht, sofern sie überhaupt im voraus etwas angespart haben. Viele Jungunternehmer und Jungselbständige gehen recht blauäugig ans Werk. Ich bin seit 95 in mittlerweile 2 verschiedenen Branchen selbständig, aber meine ersten Schritte und Erfolge im Vertrieb habe ich nebenberuflich, also nach Feierabend meines Jobs, gesammelt. Erst nach einem Jahr bin ich komplett in den Aussendienst gewechselt und nach 2 Jahren als Angestellter im Aussendienst in die Selbständigkeit gewechselt. Das war 98 und seit bald 20 Jahren bin nun Selbständiger und Unternehmer. Das mit dem digitalen Nomadentum kam dann 2009 hinzu, seitdem bin ich komplett ortsunabhängig selbständig und kann von überall aus arbeiten, solange ich Internetzugang habe. Egal ob in Deutschland, China oder sonstwo.

Bis 2012 hatte ich in Baden Württemberg eine 120 qm grosse Natursteinausstellung. So etwas bindet natürlich Kapital und das ist der grosse Vorteil heutzutage. Man kann sich mit deutlich geringeren Kapital selbständig machen. Anstatt eine Ausstellung aufzubauen oder Franchise Gebühren zu zahlen, reicht als erster Schritt eine Webseite aus um die ersten Schritte in die Selbständigkeit zu unternehmen.

FÜR MICH IST DIGITALES NOMADENTUM UND ORTSUNABHÄNGIGES ARBEITEN IDENTISCH. 

Digitaler Nomade ist keine Berufsbezeichung und ich finde den Begriff fast so schlimm wie “Sozialversicherungsfachangestellter Fachrichtung Rentenversicherung”, das ist mein ursprünglicher Ausbildungsberuf. Nach Abschluss der Ausbildung war ich sogar in der Ausbildungsabteilung der LVA Rheinprovinz eingesetzt. Gleich nach meine Bundeswehrzeit und bereits in der ersten Woche zurück in der LVA, habe ich diese kündigungssichere Arbeitsstelle bis zur Rente,gekündigt.

Ein digitaler Nomade kann kann jemand sein, der ein finanziell höchst lukratives Unternehmen betreibt, der womöglich Angestellte hat, die “remote” arbeiten oder ein “Aussteiger”, dem seine Finanzen egal sind. Der seine Arbeitszeit optimiert und rund um die Welt reist. Dazwischen ist alles möglich.

Die wirklich erfolgreichen Unternehmer, und dazu zähle ich mich ebenfalls, haben ein paar Einstellungen und Mindsets gemeinsam. Es kann nicht nur erfolgreiche Unternehmer geben und manch einer ist in einem 8 Stunden Bürojob ganz einfach besser aufgehoben, als in der Selbständigkeit. Damit sollte sich jeder gründlich auseinander setzen.

Ich sehe mich mittlerweile nicht mehr nur als Unternehmer, sondern als Investor. Egal in welchem Stadium Du Dich gerade befindest. Ob Du noch Angestellter bist, oder schon die ersten Schritte in Deiner Selbständigkeit unternommen hast, solltest Du Dir bewusst sein:

EIN ERFOLGREICHER UNTERNEHMER STARTET MIT EINER VISION, NICHT MIT EINEM BLOG!

„Ich möchte auch dauerhaft reisen, so wie Du. Also habe ich nun einen Reiseblog eröffnet und meinen Job gekündigt.“ Das ist so ein Klassiker und erinnert mich an die vielen Auswanderer, die sich von “Goodbye Germany” beim scheitern ihres Lebenstraums auch noch filmen lassen.

 

EIN FÜR ALLE MAL: EIN (REISE-)BLOG IST DIE SCHLECHTESTE KONZEPTIDEE, UM EIN ONLINE-BUSINESS AUFZUBAUEN.

Ich hör es schon, ja genau, das sagt ausgerechnet der, der selber einen Reiseblog betreibt. Dazu sage ich ganz klar: “Jein.”

Als ich vor mittlerweile 5 Jahren mit diesem Blog gestartet bin, gab es im deutschsprachigen Raum kaum Konkurrenz. Zudem gab und gibt es in unserem Blog nicht nur Reisetipps, sondern auch von Anfang an Businesstipps, Geschäftsideen, die wirklich funktionieren. Und unsere Nische war und ist Reisen mit Kindern, in unserem Fall halt Vater und Sohn. Ich sage nicht, dass es unmöglich ist heute noch mit einem Reiseblog erfolgreich zu starten, aber es ist deutlich schwerer als zu meiner Zeit.

EIN BLOG IST KEIN BUSINESS-MODELL. EIN BLOG IST EIN KOMMUNIKATIONSWERKZEUG.

 

Ein unglaublich wirkungsvolles, keine Frage. Er hilft, Deine ideale Zielperson anzuziehen und zu halten. Mehr auch nicht. Er bringt von allein kaum Geld und auch keine Reichweite. Natürlich habe ich Affiliate Programme im Blog, aber nur solche von denen ich überzeugt bin. Ausserdem habe ich ja meinen Onlineshop. Den weitaus grössten Umsatz erziele ich mit meiner Import-Export Beratung. Ich bin nicht nur Blogger, sondern Unternehmer und Investor. Ich betreibe auch nicht nur diesen Blog, sondern auch teilweise bis zu 9 Blogs parallel. Ich möchte langfristig etwas bewegen und helfe meinen Geschäftspartnern günstige und trotzdem qualitativ hochwertige Produkte direkt bei Hersteller in China einzukaufen. Meinen Kunden und Geschäftspartnern helfe ich dabei langfristig etwas zu bewegen.

GENAU DIESE GRÖSSENWAHNSINNIGKEIT IST ES, DIE DU BRAUCHST. MAN NENNT ES AUCH VISION !

Und nein, bevor Du Luft holst: zu sagen: „Ich will andere Menschen zum Reisen inspirieren!“ oder „Ich möchte mit meinem Blog 2000 € im Monat verdienen.“ ist definitiv keine Vision.

Schau Dich mal mit offenen Augen um: Wer von Deinen Blogger-Helden, der davon leben (und reisen) kann, hat tatsächlich nur einen Blog und ist nicht erst vor zwei Jahren gestartet?! Ja, genau. Fällt Dir was auf?

 

SIE WISSEN, DASS ES NICHT NUR UM GELD GEHT!

Alle erfolgreichen digitalen Nomaden, die ich bisher kennengelernt habe, pochen nicht darauf, dass er oder sie dem digitalen Nomadentum angehören oder wie toll sie deshalb sind. Viele leben einen ganz unspektakulären Alltag, haben Lieblingsorte auf der Welt für sich gefunden, an die sie immer wieder zurückkehren.

Was haben sie alle gemeinsam? Sie lieben diesen Lebensstil, weil er ihnen ermöglicht, einen Unterschied in der Welt zu machen. Nicht weil sie damit massenweise Geld verdienen. Reich sind die wenigsten geworden. Ich vermute ja, dass ihnen das Geld einfach nicht wichtig genug ist.

 

SIE MACHEN SICH NICHT NUR SELBSTÄNDIG, UM ZU REISEN!

Viel zu viele stürzen sich in die Selbständigkeit, um sich den Traum zu erfüllen, endlos reisen zu können – ohne einen Schimmer davon zu haben, wie das eigentlich tatsächlich aussieht und welche Opfer es auch fordert. Viele haben Tim Ferris “die 4 Stunden Arbeitswoche” gelesen oder im Gepäck und vergessen, dass es gerade am Anfang einer Selbständigkeit damit nicht getan ist. Genau das Gegenteil, nämlich 60 Stunden und mehr pro Woche sind keine Seltenheit. Reisen und arbeiten lassen sich erst ab einem gewissen Punkt kombinieren und dann nur unter ganz klaren Bedingungen.

DAS EINZIGE, WAS UNS IM GRUNDE VONEINANDER UNTERSCHEIDET, IST, WORIN WIR DEN SINN UNSERES LEBENS SEHEN.

Gerade für Deutsche, und ich habe dazu noch meine Lehre im öffentlichen Dienst abgeschlossen, ist es zu schwer zu verstehen, dass man nicht lebt um zu arbeiten, sondern arbeitet um zu leben. Da haben Südländer uns einiges voraus. Eins habe ich in all den Jahren gelernt:

ARBEIT DARF SPASS MACHEN UND SIE DARF AUSSERHALB VON BÜROGEBÄUDEN STATTFINDEN.

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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