Die besten Tipps der Profi-Reisenden: Was Ihr bei Flugreisen wissen solltet

 

Die besten Tipps der Profi-Reisenden

Die besten Tipps der Profi-Reisenden

Eigentlich könnte man meinen, dass im Zeitalter von Internet und Telekommunikation Geschäftsreisen überflüssig geworden sind. Aber das Gegenteil ist der Fall: Manager und Angestellte spulen mehr Kilometer ab als je zuvor. Internationale Firmenfusionen erzeugen ganze Heerscharen von neuen Globetrottern. Dazu kommen Personaleinsparungen die durch die Gegend jettende Spezialisten hervorbrachten.

Auch bei den Urlaubsreisen ist keine Trendwende in Sicht. Das unsichere Wetter in unseren Breiten macht Ferien in sonnensicheren Gegenden weiterhin attraktiv. Dazu kommen stabile oder sogar sinkende Preise bei Flugreisen und Hotels.

Kurz: Es wird immer wichtiger, die richtigen Tipps und Tricks zu kennen, um einfacher und erholsamer zu fliegen.

 

Überbuchungs-Lotto: So können Sie davon profitieren

Vermeidet berufliche Reisen während der Ferienzeiten. Zu den Ferienzeiten zählen auch die drei Tage vor dem ersten und drei Tage nach dem letzten Ferien Wochenende. Immer mehr Familien lassen ihre Kinder wegen des Urlaubs etwas die Schule schwänzen.

Während diese Hauptbelastungszeiten sind alle Flüge ausgebucht. Wenn Ihr da einen Anschluss verpasst, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr strandet, enorm.

Ihr könnt es aber auch darauf anlegen. Wenn Ihr an einem solchen Ferienwochenende einen Platz in einer Maschine bekommen habt, die voraussichtlich stark überbucht sein wird (also eine lange Warteschlange hat), macht Euch die Fluggesellschaft möglicherweise kurz vor dem Abflug das Angebot, gegen Geld einen späteren Flug zu nehmen.

Bei einem Transatlantik oder Fernost Flug sind das typischerweise 600,- € als Fluggutschrift oder 300,- € in bar plus freie Hotelübernachtung mit Essen.

 

Der Krawatten-Trick: Warum Ihr lieber gut angezogen reisen solltet

Reist möglichst gut angezogen. Eine Dame im Business-Kostüm oder ein Herr im Anzug mit Krawatte wird automatisch als Geschäftsreisender und potentieller Vielflieger eingestuft. Man wird sich besser um Euch kümmern. Im geschäftsmässigen Outfit erhöhen sich Eure Chance, dass Ihr bei überfüllter Economy Class ohne Aufpreis in der Business Class reisen dürft. Aber macht Euch keine übertriebene Hoffnung: Bei überfüllten Flügen sind die verhältnismässig wenigen Business-Class-Sitze fast immer ebenfalls belegt.

 

Was tun bei Verspätungen? Ein Anruf per Handy

Wenn Eure Maschine stark verspätet abfliegt und ein Anschlussflug in Gefahr ist, wendet Euch möglichst  nicht an das Personal direkt am Gate, sondern an den Ticket Verkaufsschalter der Airline. Die Mitarbeiter dort haben mehr Vollmachten. Dort kann man Euch eventuell auf einen anderen Flug umbuchen, einen Leihwagen anbieten, eine Taxifahrt oder eine Übernachtung anbieten. Dazu müsst Ihr allerdings meist wieder aus dem Sicherheitsbereich hinaus und das kostet Zeit.

Extra Trick: Erledigt das per Telefon/Handy und ruft vom Flughafen aus die Reservierungshotline der Fluggesellschaft an. In Stresszeiten sind die Apparate dort allerdings auch überlastet. Mit dem Handy zahlt Ihr dann unter Umständen hohe Gebühren, bis Ihr endlich verbunden werdet. In der Regel geht das aber immer noch schneller, als wenn Ihr in der langen Schlange auf dem Flughafen warten müsst.

Hotlines einiger Fluggesellschaften:

– Lufthansa: 069 – 86799799

– Deutsche BA: 0421 – 5575757

– KLM: 069 – 29993770

– Air Berlin: 030 – 34343434

 

Was tun, wenn Ihr gestrandet seit? So sorgt Ihr vor

Wenn Ihr einen Anschluss verpasst habt oder Euer Flug annulliert wurde, seit Ihr ein “miscon”, ein misconnected passenger. Bemüht Euch, möglichst sofort an den ranghöchsten Airline-Angestellten am Gate heranzukommen. Jede Minute zählt!

Knifflig wird es immer, wenn Ihr von einer Fluglinie auf eine andere umsteigen und diese Fluggesellschaft nicht in einer Allianz verbunden sind. Dann muss die schuldige Linie eine Bestätigung(Endorsement) ausstellen, und die beauftragte Fluglinie fühlt sich nicht gerade moralisch verpflichtet, Euch gut zu behandeln. Lasst Euch von Eurem Reisebüro deshalb möglichst Verbindungen heraussuchen, bei denen Ihr in der Familie bleibt, wie zum Beispiel bei Lufthansa und United Airlines in der Star Alliance. Notiert Euch die Namen der Person, die Euch geholfen hat. Der Name eines Vorgesetzten wirkt manchmal wahre Wunder. Im schlimmsten Fall sind die Namen dann wichtig, wenn Ihr Euch beschweren oder gar Schadenersatz verlangen wollt.

 

Lächeln oder Wutanfall: Welches Verhalten Euch weiterbringt

Tretet bestimmt, aber höflich und freundlich auf. Wutausbrüche oder gar Handgreiflichkeiten helfen Euch nicht weiter. Dann geltet Ihr als “unpleasant customer” und könnt nicht auf Hilfe rechnen, von zuvorkommendem Service oder Vergünstigungen ganz zu schweigen.

stewardess

Über Funk warnen sich die Angestellten gegenseitig vor unangenehmen Kunden. Wenn Ihr als solcher eingestuft werdet, hilft auch keine spätere Beschwerde – es sei denn, Ihr könnt nachweisen, dass ein Angestellter der Airline mit dem Streit angefangen hat. Stewardessen werden von Passagieren, die sich wichtig vorkommen, oft sehr herablassend behandelt und wissen höfliches Verhalten zu schätzen.

 

Eure Chance auf der Warteliste: Wer am ehesten einen Restplatz erhält, am besten mit Original-Ticket

Wenn Ihr auf der Warteliste fliegt (standby), gibt es eine strenge Hierarchie: Habt Ihr ein Originalticket der Airline, seit Ihr besser dran als mit einem umgebuchten Ticket einer anderen Gesellschaft oder dem Sammelticket eines Reiseunternehmens.

Ansonsten geht es nach Tarif: Wer am meisten bezahlt hat, wird am ehesten mitgenommen. Sind diese Voraussetzungen bei mehreren wartenden Passagieren gleich, kommen zuerst Personen mit Kindern dran.

Vorsicht: Am Montag und Freitag, den beliebtesten Reisetagen der meisten Geschäftsflieger, kann die Warteliste eine Sackgasse sein. An allen anderen Reisetagen aber werden durch Verspätungen und Umbuchungen meist in letzter Minute noch Plätze frei.

 

Die Vorbereitung Eurer Reise: Alles über Fluggepäck

Kluge Geschäftsreisende nehmen nur soviel mit, wie ins Handgepäck passt. Ihr erspart Euch Wartezeiten am Gepäckband und Ärger mit fehlenden Koffern. Immerhin: Jeder 100. Koffer verfehlt sein Ziel!

 

Reisen nur mit Handgepäck – und noch ein paar Tricks

“Cabbin Luggage” darf nach den Vereinbarungen der internationalen Luftfahrtbehörde IATA nicht grösser als 55x40x25 cm sein und höchstens 8 Kilo wiegen. Die Toleranzgrenze bei den meisten Airlines liegt bei 10 Kilo.

Einzelne Fluggesellschaften geben noch etwas zu: Statt 55 cm Breite sind bei Delta Airlines bis zu 61 cm Breite erlaubt.

Offiziell dürft Ihr nur ein Gepäckstück mit an Bord bringen. Zusätzlich erlaubt sind nur ein Mantel (dessen Tasdchen Ihr als zusätzlichen Stauraum nutzen könnt) und eine Duty-Free-Tüte.

Ab der Business Klasse dürft Ihr meist noch eine Aktentasche und einen Kleidersack zusätzlich mitnehmen.

Der Rucksack Cabin Max nutzt die zulässige Handgepäckgrösse perfekt aus.

 

Schummeln beim Handgepäck kann böse Folgen haben

Viele Reisenden schleppen weit grössere Stücke an Bord. Das hat zum Teil schon zu Unfällen geführt, und es ist deshalb in Zukunft mit schärferen Kontrollen zu rechnen.

Das Personal am Eincheck-Counter muss prüfen, ob Ihr Handgepäck den Vorschriften entspricht. Versucht lieber nicht, Eure übergrosse Tasche zu verstecken. Beim Einsteigen könnt Ihr unter Umständen damit abgewiesen werden, und Eure Tasche muss dann nachträglich in den Gepäckraum.

Dadurch verzögert Ihr den Abflug, und es kann Euch passieren, dass Ihr vom Bordpersonal den übrigen Passagieren vorgeführt werdet.

 

Vorsicht, wenn Ihr ein Gepäckstück aus der Hand gebt

Ist Euer Handgepäck deutlich schwerer als erlaubt, und kommt es zu einem Unfall, weil die schwere Tasche aus dem “Overhead Compartment” fällt (was gar nicht einmal selten vorkommt), seit Ihr dafür haftbar. Ein Schaden, für den keine Versicherung aufkommt.

Wenn Ihr ein Gepäck aus der Hand gebt und es irgendwo ausserhalb Eures Sichtbereichs verstaut wird, ist es nur versichert, wenn Ihr einen Beleg dafür erhaltet. Ist das nicht möglich, solltet Ihr es immer genau wissen, wo Euer Gepäck verstaut wurde, und den Ort im Auge behalten.

 

Der ideale Koffer: Harte Schale und bequeme Rollen

Der ideale Koffer ist ein Hartschalenkoffer mit Rollen. Erfahrene Flieger haben ihren Koffer immer mit gut sichtbaren, unverwechselbaren Merkmalen versehen.

Ein derart präparierter Koffer wird mit weit geringerer Wahrscheinlichkeit im Flughafengewühl gestohlen als der unscheinbare schwarze Samsonite.

Zum Beispiel:

– Zwei Gepäckriemen in auffälliger Farbe (einen Riemen haben viele, zwei dagegen hat fast keiner)

– Eine Reihe aufgesprühter Punkte (an einen Koffer voller goldener Punkte erinnert sich jeder Angestellter!)

– Notlösung: Fünf bis zehnmal den gleichen Aufkleber (Gepäckaufkleber der Fluggesellschaft, Kinder Sticker aus dem Flughafen-Shop).

Der HAUPTSTADTKOFFER® Hartschalen Koffer SPREE, 82 Liter, ist für mich die ideale Koffergrösse.

 

Ein Hoch auf die Plastiktüte: So vermeidet Ihr Ärger

Schützt Zahnpasta, Parfüm, Shampoo und alles andere, was kaputtgehen und eine unangenehme Schmiererei anrichten kann, indem Ihr es im Koffer in eine Plastiktüte steckt. Tüten im richtigen Format gibt es im Drogeriemarkt kostenlos hinter der Kasse.

Grössere Plastiktüten dürfen in Eurem Koffer nicht fehlen. Zum Beispiel für nasse Badesachen oder Mitbringsel, die für den Notfall geschützt werden müssen (wie beispielsweise eine Flasche Wein).

 

Und schon steht Eurem Urlaub oder Eurer Geschäftsreise nichts mehr im Wege…

bejing2

 

 

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
×
Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
Latest Posts
  • Zauber aus Tausendundeiner Nacht in Tunesien
  • Verdoppelung der Luftverkehrsteuer Oneandahalfman
  • Homeoffice oder Coworking Space Oneandahalfman
  • Das verzerrte Bild vom Unternehmertum in Deutschland

(Visited 236 times, 1 visits today)