Alle Jahre wieder. Weihnachtsgrüsse, Neujahrsgrüsse, Geburtstagsgrüsse. Ja oder nein. Ein klares Ja. Schreib Deine Kunden und Geschäftspartner an.

Eine wunderbare Gelegenheit, Dein Unternehmen, Deine Produkte und Dienstleistungen zum Jahresende angenehm in Erinnerung zu rufen. Aber bitte, ohne direkt zu verkaufen. Dein Leser soll sich freuen und einfach denken: „Schön, dass Du an mich gedacht haben!“

Oneandahalfman

Mit unseren Textvorlagen und einem geeigneten Zitat schreibt sich Deine Weihnachtspost wie von selbst. Frag Dich selbst einmal:

Gehören meine Weihnachtskarten zu denjenige, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen?

Ich bin seit 1995 selbständig im Vertrieb tätig. Im Dezember 1995 geschah folgendes. Auf dem Rückweg vom Skilaufen im Zillertal hatte ich morgens um 5 Uhr auf spiegelglatter Strasse, etwa 3 Kilometer vor meinem damaligen zu Hause einen Auffahrunfall. Den einzigen bis heute. Der Blechschaden wurde von einem Karosseriebauer im Nachbarort behoben. Seit 1995 bekomme ich bis heute noch an die alte Adresse im Haus meiner Eltern, Geburtstagsgrüsse eben dieser Karosseriebaufirma geschickt. Ich finde das Klasse und sollte ich jemals wieder einen Blechschaden zu beheben haben, werde ich das nur bei dieser Firma machen lassen.

Diese Jahresgrüsse sollen nicht verkaufen, sondern unseren Geschäftspartnern und Kunden quasi „einfach so“ einen Gruss senden – man schaut zurück auf gemeinsam Erlebtes, erfolgreiche Projekte oder Kooperationen. Wir wollen uns bedanken und uns schon mal freuen auf alles, was da noch kommt. Briefe und Co. sind ein wichtiges Dialoginstrument – auch und besonders in der Vorweihnachtszeit.

Trotzdem: Bei aller Leichtigkeit will auch hier Grundlegendes wohl überlegt sein. Wie spreche ich wen an? Über welches Medium – Brief, Postkarte, E-Mail? Und wie persönlich darf’s sein? Hier kommen ein paar Tipps und Ideen für Deine Weihnachtspost und Deine Jahresgrüße an Kunden.

PS: Für mich ist seit 1995 der Brief das Medium meiner Wahl für die Jahresgrüsse und das obwohl ich ansonsten alles digitalisiert habe und zu 99% Aktenlos arbeite mittlerweile.

Was nicht in Weihnachtsbriefe gehört …

… sind Bandwurmsätze und Korrespondenzstil. So was möchte niemand lesen – auch wenn die Wünsche noch so gut gemeint sind. Und gerade weil Festtagsgrüße per se persönlicher und emotionaler sind als die alltägliche Korrespondenz, darfst (und solltest!) Du hier ganz besonders nahe an die gesprochene Sprache heranrücken.

Meine Lehre habe ich im öffentlichen Dienst gemacht und es hat lange gedauert das Beamtendeutsch aus meiner Korrespondenz herauszubekommen. Hier ein Beispiel wie es nicht sein sollte:

“Ich nehme Bezug auf unsere bisherige Korrespondenz und bedanke mich für das uns entgegengebrachte Vertrauen und mit der Hoffnung auf eine gedeihliche weitere Zusammenarbeit verbinden wir unsere Wünsche für ein ruhiges besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.

Die schlimmsten Fettnäpfchen von 1 bis 9:

  1. Karten ohne Unterschrift. Unglaublich, aber es kommt oft genug vor. Komplett gedruckte Karten, die offensichtlich zu tausenden verschickt werden – ohne Unterschrift. Da sollte man es lieber gleich sein lassen Karten zu verschicken. Erfahrungsgemäss machen solche Karten nur die Post reich und landen gleich im Papierkorb.
  2. Karten ohne persönliche Anrede. Genauso wie die Unterschrift ist die persönliche Anrede ein MUSS. Das macht man selbst bei Serienbriefen und Newslettern. Also sollte das auch bei der Weihnachtskarte gelingen. Ideal: Die Anrede und den Text mit Hand geschrieben, am besten mit einem Tintenfüller.
  3. So viele Unterschriften wie möglich. Sehr beliebt in einigen Unternehmen ist der “Rundumschlag”. Frei nach dem Motto “Da wir schon mal dabei sind”, können doch gleich mal alle unterschreiben. So erhält man Karten, auf der nahezu die gesamte Belegschaft oder Abteilung unterschrieben hat. Schade nur, das der Empfänger zu fast keiner Person Kontakt hat, geschweige denn sie kennt.
  4. Nicht lesbare Unterschrift. Es wird zwar unterschrieben, doch niemand kann die Unterschrift entziffern. Auch das ergibt wenig Sinn.
  5. Freistempler benutzen. Weihnachten ist ein Fest der Liebe und Anteilnahme. Das signalisiert man nicht, indem man die Weihnachtskarten durch einen Freistempler jagdt. Entscheide Dich für Briefmarken, am besten mit speziellen Motiven, gern auch Wohlfahrtsbriefmarken.
  6. Kein individueller Text. Die meisten Karten sind mit einem Text entweder aussen oder auf der Innenseite bedruckt. Einigen Kartenschreibern bereitet es zu viel Mühe, noch ein paar Worte zu ergänzen. Es erfolgt lediglich die Unterschrift. Das ist zu wenig.
  7. Abgedroschene, langweilige Texte. “Fröhliche Weihnachten und ein glückliches neues Jahr wünscht…” oder “Ich danke Ihnen für die fruchtbare Zusammenarbeit”. Das ist nicht nur 08/15, wer so eine Karte bekommt denkt sofort: “Ah, ja – nächste Karte”
  8. Karten, die wie Werbeprospekte aussehen. Gerade grössere Unternehmen unterliegen gerne der Versuchung, nichts Weihnachtliches zu verschicken, sondern eher etwas, das wie ein Werbeflyer aussieht. Das ist wenig weihnachtlich und Eigenwerbung in dem Zusammenhang geht gar nicht.
  9. Karten, die zu spät kommen.  Das muss nicht sein. Weihnachtskarten, die erst kurz vor Neujahr eintrudeln. Das sieht so aus, als ob man nicht organisiert ist, oder das man erst geschrieben hat, nachdem man selber eine Karte erhalten hat. Wenn es zu spät für die Weihnachtspost ist, entscheide Dich lieber gleich für Neujahrsgrüsse Anfang Januar.

Tipp: Mit blauer Tinte gibst Du Deinem Schreiben etwas Persönliches und Individuelles. Mit einem Füller geschriebene Texte haben eine ganz eigene Ästethik und hinterlässt den Eindruck des wirklich Persönlichen – das kannst Du bei Deiner Weihnachtspost zu nutze machen! Selbst ein Computerbrief durch einen handschriftlichen Gruss mit Unterschrift ein ganz anders Gesicht. Am besten, weil klassisch, ist blaue Tinte.

Tipp: Der Ideale Versandtermin in diesem Jahr. Der ideale Termin für den Weihnachtskartenversand in diesem Jahr ist die 50. Kalenderwoche, also zwischen dem 09. und 13. Dezember. So kommt die Karte auf jeden Fall vor Heiligabend an und Deine Ansprechpartner sind noch nicht im Weihnachtsurlaub.

Pepp Deine Karten mit Zitaten auf

Zitate sind nicht umsonst ein wertvolles Instrument in der Trickkiste erfolgreicher Redenschreiber. Der wichtigste Vorteil ist die Autorität, die sie mitbringen. Sie verwandeln selbst allereinfachste Aussagen in allgemeingültige Weisheiten.

Wichtig! Schreib nicht einfach nur das blosse Zitat auf die Karte, sondern stelle einen Bezug dazu her.

Klassische Zitate findest Du beispielsweise hier:

  • www.zitate.de
  • zitate.net
  • www.aphorismen.de

 

Mustertexte für gelungene Weihnachtskarten – mit und ohne Zitat

Lieber Herr Schmidt,

endlich ist es da. Weihnachten. Und damit stille Tage, Kindheitserinnerungen, Festtagsbraten, vielleicht doch noch Schneespaziergänge. Aber vor allem diese besondere Mischung aus Freude, Nachdenklichkeit, Erinnerung, Erwartung. Das war vielleicht ein Jahr! Viel Neues hat begonnen. Viel Gutes ist geblieben, hat neue Konturen bekommen. Ich freue mich sehr über unsere Zusammenarbeit
und kann wirklich sagen: Alles, was da gemeinsam entstanden ist, hat große Freude gemacht. Ich freue mich auf alle „neuen Abenteuer“ und hoffe, dass wir noch viel Spannendes zusammen entwickeln.
Ich wünsche Ihnen von Herzen ein wunderschönes Weihnachtsfest, einen wundervollen Start ins neue Jahr und freue mich auf ein Wiedersehen!
Ganz herzliche Grüße

 

Lieber Herr Schmidt,

das Jahr geht langsam zu Ende. Die Hektik lässt nach. Und die Tage werden ruhiger, beschaulicher und erwartungsfroh. Bald ist Weihnachten. Dann duftet es nach Lebkuchen, Tannenzweigen und Punsch. Es schneit und Kerzen flackern munter. Das ist die Zeit, in der man das vergangene Jahr Revue passieren lässt. Ein tolles Jahr. Gemeinsam ist viel Neues entstanden, und unsere Zusammenarbeit hat mir wirklich große Freude gemacht. Deshalb schaue ich auch erwartungsfroh auf das kommende Jahr und freue mich schon darauf, mit Ihnen gemeinsam weitere spannende Dinge zu entwickeln. Aber bis dahin bleibt natürlich noch ein bisschen Zeit. Nutzen Sie die freien Tage, um neue Kraft zu tanken und ruhige Stunden zu verbringen. Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Weihnachtsfest, liebe Menschen um Sie herum, genügend Erholung. Und dann einen tollen Start ins neue Jahr: voller Ideen und Kraft für neue Aufgaben.

Herzliche Grüße

 

“Das neue Jahr hat so lange eine weisse Weste, bis man sie anzieht.”    Hans Fallada

Liebe Frau Schmidt,

so wird es für uns auch im kommenden Jahr sein. Freud und Leid, Hoffnung und Trauer,all dies wird auch im Jahr 2020 mit dazugehören. Der Welt wünsche ich , das Freude und Hoffnung eine grössere Rolle spielen werden als in diesem Jahr. Ihnen persönlich wünsche ich ganz einfach alles Gute für das Jahr 2020.

Geniessen Sie die Feiertage

Ihr…

 

Lieber Herr Schmidt,

die besten Wünsche schicke ich Ihnen heute zum Jahresausklang.

Schöne Feiertage, reichlich Mussestunden und vielleicht schon wieder neue Ideen für die nächsten Monate wünsche ich Ihnen.

Ihr ..

 

Lieber Herr Schmidt,

wenn die besinnliche Adventszeit zu Ende geht, wünsche ich Ihnen, dass Sie an Weihnachten endlich zur Ruhe kommen. Rundum Zufriedenheit und Weihnachtsfreude sollen sich dann breitmachen.

Herzlichen Dank für unsere gute Zusammenarbeit im Jahr 2019. Ich vertraue darauf, dass wir beide im nächsten Jahr ebenso erfolgreich und vertrauensvoll miteinander arbeiten werden.

Geniessen Sie die Feiertage!

Herzlich,

 

Zitate, die sich fürs Jahresende eignen

  • Bei genauem Hinsehen ist die Arbeit weniger langweilig als das Vergnügen. (Charles Baudelaire)
  • Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellung über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich. (Epiket)
  • Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.”  (Albert Einstein)
  • Das Glück des Lebens besteht nicht darin, wenig oder keine Schwierigkeiten zu haben, sondern sie alle siegreich und glorreich zu überwinden.  (Carl Hilty)
  • Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin dass du immer willst, was du tust. (Leo N. Tolstoi)
  • Die einzige Konstante im Universum, ist die Veränderung.  (Heraklit)

 

 

 

 

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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