Kuba ist ein sehr sicheres Reiseland. Die starke Polizeipräsenz und drakonische Strafen für Übeltäter tun ihr Übriges. Man kann auch nachts beruhigt herumlaufen, es MUSS ja nicht in den dunkelsten und unbeleuchteten Ecken sein. Allerdings könnte Taschendiebstahl ein Thema sein. Ansonsten ist die größte Gefahr, dass man auf die vielen und überall gegenwärtigen Angebote der  „original“ Zigarren hereinfällt und teuren Schrott kauft. Und dass man Geld in der Bank oder im Hotel wechselt und nicht auf der Straße, sollte jedem klar sein, oder? Man kann dort nur verlieren.

Trotzdem werden wir dem Thema “Sicherheit” einiges an Beachtung einräumen. Warum?

  1. sollte man überall die grundlegenden Sicherheitstipps beachten,
  1. um Euren Sicherheitsbedenken als Kuba Neulinge zu entsprechen und Euch diesbezüglich gut vorzubereiten, damit Ihr im wahrsten Sinne des Wortes auf der sicheren Seite seid,
  1. weil Havanna als Hauptstadt leider auch ein Sammelbecken für die bösen Buben (und Mädchen) ist, die gern ohne Arbeit an anderer Leute Geld kommen möchten. Es ist wie überall auf der Welt: so viele Touristen an einem Ort ziehen diese Leute an.

Wir werden im Folgenden zunächst Sicherheitsstrategien für die wichtigsten Punkte entwickeln: für die Anreise, für das Hotel (Casa) und für (z.B. nachts) unterwegs.

Es liegt mir natürlich fern, Euch ins Bockshorn zu jagen oder unnötig zu erschrecken, aber lest Euch das ruhig einmal durch und verinnerlicht es, nur zur Sicherheit. Denn manchmal kann es dümmer kommen, als man gucken kann, nicht nur in Kuba.

 

Sicherheitsstrategie Anreise

Der springende Punkt bezüglich der Anreise ist, dass man alles Bargeld, Kreditkarte(n), Pass, Ticket, Ausrüstung (Kameras, Notebook, Smartphone etc.) mit rumschleppt. Ich plädiere als erstes dafür, das Geld nicht komplett in bar mitzuführen, sondern auf Kreditkarten zurückzugreifen. Die Gebühren hierfür sind zwar nicht zu umgehen, geben einem jedoch dafür einiges an Sicherheit. Denn wenn wirklich der Fall der Fälle eintritt ist der Urlaub u.U. schnell zu Ende. Von dem Moment an, in dem man seine Haustür hinter sich schließt, sollte man grundsätzlich vorsichtig sein. Auch im Heimatland kann man bestohlen werden wenn es dumm kommt, und Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Wie ich es mache: Ich splitte Cash und Kreditkarten. Einen Teil habe ich am Mann in der Geldbörse, den anderen Teil im Handgepäck. So stehe ich im Fall eines Diebstahls oder Verlusts nicht von hier auf da völlig nackt auf weiter Flur. Cams und wertvolle oder empfindliche Gegenstände gehören selbstverständlich ins Handgepäck, im Fall eines Verlusts des Koffers erstatten die Airlines nur Kilo Preise. Dann sieht man alt aus, denn das sind nur Bruchteile des eigentlichen Wertes. Mal ganz abgesehen davon, dass einem diese Gegenstände im Urlaub fehlen. Und es kommen gelegentlich immer wieder mal Koffer weg, vor allem bei Umsteiger Flügen. Ich habe eine stabile Reisetasche, die ich mittels eines kleinen Zahlenschlosses ständig verschlossen halte. Auch im Flugzeug kommen Diebstähle vor, und Gelegenheit macht Diebe. Das Handgepäck lasse ich grundsätzlich nie aus den Augen, weder im Taxi, wo ich es immer vorn im Fußraum habe, noch beim Einchecken am Airport, noch am Gepäckband.

In Havanna oder Varadero angekommen ebenfalls das Handgepäck immer am Mann behalten und nicht in irgendwelchen Kofferräumen oder auf dem Rücksitz des Wagens – wenn an einer roten Ampel jemand die Tür aufmacht und zugreift, seht Ihr es nie wieder. Die Gefahr ist gering, noch geringer ist der Aufwand, das zu vermeiden.

 

Sichheitsstipps Casas und Hotels

Wohnt niemals in illegalen Casas.

Hotels haben oft einen kleinen Safe auf dem Zimmer, der gegen Gebühr zubuchbar ist. In den Casas Particulares selbstverständlich nicht.

Beste Lösung: ein Hartschalenkoffer mit Zahlenschloss. In diesen schließe ich während meiner Abwesenheit mein ebenfalls mit einem Nummernschloss gesichertes Handgepäck, in dem ich eine Cash Reserve sowie elektronische Geräte habe. Zwar ist das alles im Grunde leicht aufzubrechen, das erfordert jedoch einiges an Aufwand und krimineller Energie. Zu 99,9% wird so niemals etwas passieren.

Wer in den Casas ganz sicher gehen möchte (obwohl die Vermieter wirklich alle zuverlässig sind und während Eurer Abwesenheit auch aufpassen, wenn möglich), kann z.B. ein Abus Schlaufenkabel mitnehmen und dieses um den Koffer binden. Durch mehrmaliges Umwickeln des Koffergriffs kann man das Kabel straff anliegend um den Koffer führen und es mit einem Vorhängeschloss abschließen. Nehmt dazu ein ordentliches Zahlenschloss. Zahlenschlösser sind in dem Fall sicherer als Schlösser mit Schlüssel.

 

Sicherheitsstrategie “unterwegs”

Wenn Ihr unterwegs seid, vor allem nachts, nehmt nie mehr Geld mit, als Ihr braucht. Lasst teure Uhren und Schmuck am besten Zuhause.

Wedelt nicht mit dicken Geldscheinbündeln rum, auch nicht, wenn Ihr eine Rechnung in der Disco bezahlt. Ich selber nehme nachts meist 100 CUC mit, das ist eigentlich schon zu viel.

Wenn ich frisches Geld wechsle oder aus dem ATM ziehe, bringe ich das, was ich nicht gleich brauche, sofort in mein Zimmer.

Das meiste Geld habe ich in meiner Urlaubspatte hinten in der (engen) Hose, so dass da niemand unbemerkt reingreifen kann. Vorn in der Hosentasche habe ich das Kleingeld, bis zu 20 CUC  etwa, möglichst klein. Wenn ich kleinere Beträge zahlen muss, bleibt die Patte in der Hose und niemand sieht, wie viel Geld ich dabei habe und wo es ist. Mobil und Hosentaschenknipse habe ich ebenfalls dicht am Mann (Hosentasche). Außerdem habe ich in der Geldbörse eine Kreditkarte für den Notfall. Nur zu empfehlen, wenn man mehrere hat (was man sollte).

Lauft nachts nicht in zu dunkeln Ecken herum und meidet die unbeleuchteten Teile der Altstadt. Man muss es nicht herausfordern.

 

Es folgen einige Tipps zur Sicherheit allgemeiner Art

Lasst die Finger von Drogen. Die Polizei versteht absolut keinen Spaß und das kann böse enden.

Vermeidet „Einladungen“ von Kubanern in Gruppen, vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist. Sie wollen nur eins: von Euch ausgehalten werden, die Rechnung bleibt mit Sicherheit an Euch hängen.

Fotografiert keine Polizisten oder entsprechende Einrichtungen. Macht am besten einen großen Bogen um alle Uniformen. Sollte es irgendwelche Probleme geben und Ihr habt Kontakt mit der Polizei, versucht bloß nicht, sie zu bestechen. Das kann sehr böse enden! Wenn sie was von Euch wollen, am besten doof stellen und kein Englisch oder Spanisch können. Solltet Ihr bestohlen worden sein, wird man Euch helfen, die Polizei ist immer auf Seite der Touristen. Anzeige zu erstatten o.ä. ist aber sehr zeitraubend und ob’s was bringt, das ist die Frage. Solltet Ihr mit Einer Chica im Arm angehalten werden, sagt einfach, es ist Eure Freundin. Sie bekommt sonst große Probleme, Ihr aber niemals.

Über den Straßenverkehr bzw. das Autofahren haben wir schon gesprochen. Wenn Ihr trotzdem selber fahrt, bitte niemals nachts außerhalb.

Zum Schluss noch mal das Wichtigste: behaltet das alles ruhig im Hinterkopf, aber werdet nicht ängstlich oder lasst Euch von Eurem Kuba Urlaub abhalten. Ich habe hier alles aufgeschrieben was mir zum Thema einfällt. In anderen Ländern ist es teilweise deutlich mehr. Sicherheitshalber, damit Ihr wisst, wo die Fallstricke lauern und Ihr vorbereitet seid. Viele tausend Touristen fahren jedes Jahr nach Havanna und denen passiert nichts. Und das wird aller Voraussicht nach besonders für denjenigen gelten, der sich vorher ein paar Gedanken auch zu diesem Thema gemacht hat.

 

Schon unser gratis e-Book gelesen?

Fang heute an Deine Reiseträume wahr zu machen und hole Dir jetzt das gratis E-Book inklusive Blog-Updates!

Keine Bange wir verschicken keine SPAM Mails, die mögen wir genausowenig wie Du!

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
×
Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
Latest Posts
  • Das Geheimnis erfolgreicher digitaler Nomaden Oneandahalfman
  • Leben wie in Holland aber unter Palmen Oneandahalfman
  • Leben und arbeiten in Portugal Oneandahalfman
  • Immobilienkauf im Ausland - 25 Tipps Oneandahalfman

(Visited 432 times, 1 visits today)