Der bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte US-Autor Timothy Ferriss wurde 2007 quasi über Nacht bekannt, indem sein Buch „Die 4-Stunden-Woche“ es auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste schaffte und sich über 1,3 Mio. Mal verkaufte. Das Buch wiederum machte den Begriff „digitaler Nomade“ weltbekannt. Was das genau ist, erkläre ich Euch in diesem Blogbeitrag.

Die Synonyme „Internet-Nomade“, Büro-Nomade“ oder „Urban Nomad“ bezeichnen alle das Gleiche wie “digitaler Nomade”, nur hat sich letzterer weitgehend durchgesetzt. Er wurde zwar nicht von Timothy Ferriss erfunden, sondern Jahre zuvor von Tsugio Makimoto und David Manners, jedoch durch ihn auf der ganzen Welt populär.
In den meisten Fällen ist ein digitaler Nomade ein Freiberufler oder Internet-Unternehmer, es kann aber auch Arbeitnehmer sein bei entsprechender Homeofficevereinbarung mit seinem Arbeitgeber.

“Die 4 Stunden Woche” war eines meiner ersten eBooks zum Thema ortsunabhängiges Arbeiten und gab mir wichtige Impulse für meine eigene unternehmerische Tätigkeit. Ich kann mich noch sehr gut an die Zeit erinnern. 2007 hatte ich eine alte Gärtnerei mit 120 qm Ausstellungsfläche in Tengen, 8 km südlich von Schaffhausen, gekauft und eine Natursteinausstellung eingerichtet. Zum 01.01.2007 wurde in Deutschland die Mehrwertsteuer von 16 auf 19% erhöht. Folge war, das das Baugewerbe in Deutschland nahezu zum erliegen kam. Durch meinen Standort an der schweizer Grenze konnte ich durch meine schweizer Kunden konnte ich mein Unternehmen durch die Krise führen. Allerdings musste ich mir etwas einfallen lassen. Seit 2004 hatte ich lediglich eine Websvisitenkartevon Strato. 2009 gab es ein weiteren “Brake”. Fast von einem Tag auf den nächsten fiel für mich der klassische Aussendienst weg. Alle Anfragen kamen nur noch per eMail. Also konzentrierte ich mich darauf die Webpräsenz zu verfeinern und baute einen Webshop für Gartenmöbel und exklusive Gartengrills auf. Seit diesem Zeitpunkt bin ich ein “digitaler Nomade” geworden. Ich kann meine Kundenanfragen und Aufträge von überall auf der Welt erledigen, sofern ich Internetzugang habe. In China gibt es free Wifi selbst beim kleinsten Friseurladen, in den Shopping Malls und den vielen Restaurants sowieso.

Ein digitaler Nomade benutzt digitale Techniken, um ortsunabhängig zu arbeiten. Das kann von zuhause aus geschehen, aber auch von jedem bzw. allen Orten der Welt, an denen eine Internet-Verbindung besteht, egal ob Hotel, Internetcafé oder Boot. Im idealsten Fall am Strand unter Palmen… Ein Zustand, von dem viele Jungunternehmer träumen, aber durchaus kein seltener Ausnahmefall, denn allein das Offshore Consulting Unternehmen „Privat Management Group“ (https://firma-offshore.com/ und https://www.wohnsitz-ausland.com/) betreut nach eigenen Angaben mittlerweile Hunderte digitaler Nomaden auf allen 5 Kontinenten.

Insgesamt soll es über 50.000 digitale Nomaden geben, denn die beruflichen Möglichkeiten der digitalen Nomaden sind vielfältig. Die einen betreiben Websites, Online-Communitys, Blogs oder Foren und erzielen Einkünfte durch Werbung oder den Verkauf digitaler Produkte. Andere sind Autoren oder Übersetzer. Wieder andere sind im Online-Marketing, Affiliate-Marketing oder E-Commerce tätig. Technische Berufe wie Grafikdesigner, Webdesigner oder Softwareentwickler eignen sich sehr gut. Viele verdienen ihren Lebensunterhalt durch projektbezogene Arbeiten, Beratungsleistungen oder Vorträge. Sogar Fotografen sind häufig digitale Nomaden.

Vor 3 Wochen habe ich das Unternehmen “Happy Life world” kennengelernt und in diesem Blogartikel ausführlich unter die Lupe genommen: https://oneandahalfman.com/wie-serioes-ist-happy-life-world/

HappyLife-Worl Oneandahalfman

Es entstehen Kunden und Partnern keinerlei Kosten. Die Webseite, das Backoffice, ja selbst das Webhosting bekommen Partner kostenlos. Man bekommt ein komplettes Online Reisebüro gratis!

Thailand und Spanien zählen zu den beliebtesten Aufenthaltsländern. Zu arbeiten in Feriengebieten oder neue Länder zu bereisen und nebenher  zu arbeiten, ist an sich schon eine feine Sache. Die Sendung Galileo hat hierzu diese nette Reportage produziert: „Digitale Nomaden – arbeiten, wo es einem gefällt“ .

Viele Orte auf der ganzen Welt haben sich auch schon auf die digitalen Nomaden eingerichtet und bieten so genannten Coworking Spaces an, beispielsweise auf Ko Lanta in Thailand. In Deutschland ist Berlin ein Zentrum für digitale Nomaden, z.B. der”Awesome People Space” oder die Firma”We work” die überall in Deutschland Büros anbietet. Ein weiteres Coworking Highlight kenne ich seit 2 Jahren und zwar das “Sundesk Coworking Space” in Taghazout an der marokkanischen Mittelmeerküste.

Wer es zudem versteht, Recht und Steuern zu optimieren, also außer örtlicher und zeitlicher Freiheit auch noch steuerliche Freiheit (und somit finanzielle Freiheit!) zu erlangen, hat das Optimale erreicht. Doch gilt es, vor allem in Sachen Steuer gewisse Stolpersteine zu vermeiden.

Digitale Nomaden haben wie kaum eine andere Berufsgruppe die Möglichkeit, völlige Steuerfreiheit zu erzielen. Der erste Schritt dazu ist die Abmeldung im Heimatland. Allerdings ist das allein nicht ausreichend… Ein Blog der sich mit diesen steuerlichen und rechtlichen Fragen befasst ist Staatenlos.ch.

Die Abmeldung aus Deutschland
In Deutschland musst Du Dich beim Einwohnermeldeamt Deines  Wohnsitzes abmelden (auch in Bezug etwaiger Nebenwohnsitze). Da das Einwohnermeldeamt Deinem  Finanzamt Mitteilung macht über Ihren Verzug ins Ausland, musst Du Dich dort nicht separat abmelden.

Ich selber bin seit Juni 2014 aus Deutschland abgemeldet.

Mit der Abmeldung endet normalerweise die Steuerpflicht in Deutschland. Aber Einkünfte bis zu Abmeldung sind noch in Deutschland zu versteuern. Wenn Du nicht schon einen Steuerberater hast, solltest Du Dich speziell für das letzte Steuerjahr einen nehmen, der die Erklärung fehlerfrei macht und der Dir zukünftig als Empfangsbevollmächtigter dient.

Oftmals endet die Steuerpflicht aber nicht mit der Wohnsitz-Abmeldung. Schuld daran ist das deutsche Außensteuergesetz. Denn die deutschen Steuereintreiber lassen Dich nicht so einfach ziehen, vor allem wenn Du etwas Vermögen in Deutschland besitzt. Frag Deinen Steuerberater einmal nach Lex Horten.

Mach Deinen Wegzug total und mach nicht den Fehler wie Boris Becker, der sich ins Steuerparadies Monaco abgemeldet hatte, aber die Schlüssel und somit die Verfügungsgewalt über die Wohnung seiner Schwester in München besaß. Der Fiskus legte ihm das negativ aus und es kostete ihn insgesamt 500.000 Euro und 2 Jahre auf Bewährung…

Wenn ein Ausgewanderter das Gästezimmer von Verwandten oder Freunden benutzt, sollte es nicht für ihn allein zur Verfügung stehen und er sollte dort auch keine persönlichen Dinge wie Kleidung aufbewahren. Die Finanzgerichte legen ihm das zum Nachteil aus.
Selbst das Buchen von immer ein und demselben Hotelzimmer kann als gewöhnlicher Aufenthalt ausgelegt werden! Und das regelmäßige Übernachten von zwei bis fünf Tagen pro Monat wurde einem Expatriat als regelmäßiger Aufenthalt mit allen finanziellen Nachteilen ausgelegt! So streng sind leider die deutschen Steuereintreiber…

Die Abmeldung aus Österreich und der Schweiz
Die Regelungen bezüglich Wohnsitz, Wohnsitzverlagerung und gewöhnlicher Aufenthalt sind in Österreich im Großen und Ganzen ähnlich wie in Deutschland – allerdings mit Unterschieden im Detail.

Während es in Österreich auch eine Webzugbesteuerung gibt (mit allerdings anderen Bestimmungen als in Deutschland), ist sie in der Schweiz bislang unbekannt.

Apropos Österreich: Wenige Wissen, dass dieses Land auch ein Steuerparadies sein kann. Hier finden Sie das Konzept gut erklärt: Österreich steuerfrei

Auch Großbritannien, Irland, Malta und Zypern können Steueroasen sein.

Der neue Wohnsitz
Allein schon aus folgenden zwei praktischen Gründen brauchst Du  auch im Ausland einen festen Wohnsitz – zumindest pro forma: nämlich für die Eröffnung eines Bankkontos sowie für den Abschluss einer internationalen Krankenversicherung.

TIPP:
Es gibt immer mal wieder Fälle, wo man Ihnen unterstellt, nur zum Schein aus Deutschland weggezogen zu sein. Das kann das Finanzamt sein, das solche Behauptungen aufstellt, aber auch Unternehmen, Versicherungen, Verbände, Vereine und dergleichen.
Daher empfiehlt es sich, entsprechende Belege zu sammeln und gut aufzubewahren (am besten auch scannen und als digitale Dateien zu speichern). Dazu gehören Abmeldebescheinigung, Kündigungsschreiben, Kündigungsbestätigungen, Reisepässe mit Ein- und Ausreise-Stempeln usw.

 

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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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