Das Leben ist ein Würfelspiel, wir würfeln alle Tage!

Heute ist Patricks erster Tag im Kindergarten in Nanjing. Ich bin mal gespannt wie es für Ihn aber auch für mich laufen wird. Immerhin ist das der erste Tag in 3 Jahren und 6 Monaten an dem Patrick nicht 24 Stunden am Tag um mich herum ist.

Auf Messen habe ich ihn in im Babytragegurt dabeigehabt, bei Kundenbesuchen im MaxiKosi, zu Fuss, im Auto oder im Flugzeug immer dabei. Ich entwickele auf meine alten Tage noch mütterliche Gefühle…Mal sehen wem es schwerer fällt…
6.30 Uhr aufstehen. Die gestern neu gekauften Sachen angezogen und in Ruhe gefrühstückt. Noch ahnt Patrick nicht einmal das seine Mama möchte das er Abitur macht und studiert. Das wäre teorethisch alles 10 Minuten von unserer jetzigen Wohnung entfernt möglich. Der Kindergarten ist der Universität von Nanjing für Handel und Finanzen angeschlossen. In unmittelbarer Nachbarschaft gibt es auch die entsprechende Grundschule, das Gymnasium und natürlich die Uni selber. Das heisst ab heute sind mindestens die nächsten 20 Jahre verplant mit Kindergarten, Schule und Studium. Besser wenn er es noch nicht weiss. Leider weiss ich es schon und er tut mir schon ein bisschen leid! Ich bin mal gespannt wie ein erster Tag laufen wird.
7.30 Uhr, wir sind unterwegs...

7.30 Uhr, wir sind unterwegs…

Um 7.30 Uhr gehen Jeje, Nene, Patrick und ich los und sind um 7.45 Uhr beim Kindergarten. Wir gingen in die erste Etage in die Gruppe die wir schon im Januar besucht hatten. Der Kindergarten hat heute den ersten Tag nach den Neujahrsfeiertagen wieder geöffnet. Wir waren die ersten….zwei Erzieherinnen der drei Erzieherinnen waren schon da. Patrick braucht ja immer erst ein paar Minuten um mit Leuten warm zu werden. Solange war ich auch noch da. Ich habe mich dann aber mit Nene abgesetzt und sind runter zur Kindergartenleitung. Jeje blieb  noch bei ihm.
...vorbei an der Frühsporgruppe...

…vorbei an der Frühsporgruppe…

...und dem letzten Stand mit Nervennahrung/Süssigkeiten...

…und dem letzten Stand mit Nervennahrung/Süssigkeiten…

...gehts zum Kindergarten.

…gehts zum Kindergarten.

Sonntag hatten wir 5.000 Yuan überwiesen. Heute zahlten wir weitere 5.000 Yuan in bar. Die 10.000 Yuan  sind die Grundgebühr für die kommenden 3 Jahre. Eigentlich wären es 16.000 Yuan gewesen, die Leiterin hat uns einen Sonderpreis angeboten, als wir das erste mal den Kindergarten besichtigt haben. Es ist halt schon ein besonderer Kindergarten und es wird auch mit westlicher Methode erzogen. Dann haben wir noch 500,- Yuan Essensgeld für die kommenden 6 Monate gezahlt. Er bekommt ein Mittagessen und auch Zwischenmahlzeiten und ist von 8.00 Uhr morgens bis 16.00 Uhr betreut. 3 Erzieherinnen betreuen 22 Jungen und Mädchen. Die Kinder werden morgens beim betreten des Kindergartens von einer der Erzieherinnen auf erkennbare Erkrankungen untersucht. “A”sagen, die Augen werden auf Bindehautentzündung untersucht. Nach bestandener Untersuchung bekommt das Kind eine kleine grüne Plastikkarte die es an der Tür zum Gruppenraum bei seinem Namen einsteckt.
...Spielzeug ist da...Papa kann unbemerkt rausschleichen...

…Spielzeug ist da…Papa kann unbemerkt rausschleichen…

Wir bekamen zwei Chipkarten, eine für mich und eine für Jeje und Nene. Ohne die Chipkarte hat man keinen Zugang zum Kindergartengelände. Der Kindergarten, übrigens auch die Grundschule und das Gymnasium, sind bewacht. Beim Kindergarteneingang sind immer zwei Wachmänner. Das wurde übrigens eingeführt nachdem vor ein paar Jahren zweimal kurz hintereinander durchgedrehte Chinesen mit Messern bewaffnet in Kindergärten eingedrungen waren. Die Männer waren psychisch gestört und waren vom Lärm der spielenden Kinder genervt.
Der Eingang zum Kindergarten ist immer von zwei Sicherheitsmännern bewacht. Zugang nur mit Chipkarte.

Der Eingang zum Kindergarten ist immer von zwei Sicherheitsmännern bewacht. Zugang nur mit Chipkarte.

Es ist auch eine zweistündige Mittagsruhe vorgesehen. Die meisten chinesischen Kinder gehen erst spät, meist erst gegen 23.00 Uhr schlafen. Die brauchen definitv noch Ihren Mittagsschlaf. Patrick schläft schon seit er anderthalb ist nicht mehr tagsüber. Mal sehen was das wird. zur Not müssen wir ihn Mittags zwei Stunden wieder nach Hause holen. Wir haben das Bettzeug vom Kindergarten mitbekommen, das wir es selber waschen können. Ich auch schon erledigt und ist zum trocknen aufgehängt.
...Papa trägt das Kindergartenbettzeug nach Hause...

…Papa trägt das Kindergartenbettzeug nach Hause…

...schon fast fertig...

…schon fast fertig…

Nene und ich sind dann mit dem Bus zur Stadtverwaltung gefahren, zum Einwanderungsamt. In demselben Gebäude sind das Einwanderungs- und das Auswanderungsamt untergebracht. Jeweils mit 6 Schalterplätzen. Das Auswanderungsamt war ziemlich voll, sicherlich einige 100 Chinesen beantragten dort heute Ihre Ausreisepapiere. Auf meiner Seite war weniger los, ich war der einzige! Für den Antrag konnte ich mein aus Deutschland mitgebrachtes Passfoto übrigens nicht verwenden, da ich auf dem Foto meine Brille anhabe. Ich muss ohne Brille fotografiert werden. Ich bin also nach nebenan, wo ein Fotograf im wahrsten Sinne des Wortes Passfotos im Akkord schoss. Weil das Passfoto von Patrick auch noch fehlte haben wir die beiden Anträge mit nach Hause genommen.
...das war die Ausreiseabteilung...die Schaltersachbearbieter kamen richtig ins schwitzen...nebenan war ich alleine...

…das war die Ausreiseabteilung…die Schaltersachbearbieter kamen richtig ins schwitzen…nebenan war ich alleine…

Dann gings mit dem Bus zurück. Kurzer Stop beim Carrefour um Toastbrot und Erdbeermarmelade zu kaufen (18,- Yuan) und dann zu Fuss Richtung Kindergarten. Patrick kann ja heute nicht dortbleiben, weil wir ja das Bettzeug mitgenommen hatten.
Patrick hatte schon im Kindergarten Mittag gegessen und es hat ihm gut geschmeckt sagte er. Er hat auch schon einen Freund und eine Freundin gefunden mit denen er gespielt hatte. Weinen? Fehlanzeige! Hört sich ja mal ganz positiv an und hat ganz ohne Trennungsschmerz geklappt. Und ich mach mir noch nen Kopf…
Um 14.00 Uhr bringen wir ihn zur zweiten Runde heute …bis 17.00 Uhr wieder zurück zum Kindergarten. Zumindest hatte ich das gedacht.. Nachdem Nene ihn mehr oder weniger nett zum Mittagsschlaf “gezwungen” hat, liess sie ihn bis 15.00 Uhr schlafen. Moment dachte ich, habe ich mich vertan oder was? Nö, wir gingen dann zum Fotografen in unserer Nähe und machten die Passfotos für Patrick. Nachdem dass erledigt war, gingen wir spazieren, ich dachte immer noch wir kriegen noch die Kurve Richtung Kindergarten, aber Nene winkte ab und ging in genau die entgegengesetzte Richtung, eine kleine Runde und zurück nach Hause. Vermutlich chinesisches Denken, der angebrochene Nachmittag lohnt sich eh nicht mehr.
Aber frische Ananas haben wir gekauft….
Frisch, direkt vom LKW...

Frisch, direkt vom LKW…

..schon fix und fertig...

..schon fix und fertig…

Einer schält, einer macht die "Augen" raus...Service der sich bezahlt macht. Der LKW war ruck-zuck leergekauft...

Einer schält, einer macht die “Augen” raus…Service der sich bezahlt macht. Der LKW war ruck-zuck leergekauft…

Na ja, so hat Patrick seinen ersten Tag im Kindergarten verbracht. Man soll ja am Anfang nicht gleich übertreiben. Ab morgen steht das volle Programm bis 17.00 Uhr an. Falls er quengelt oder irgendetwas ist, hat der Kindergarten die Handynummer von Nene und Jeje, mir mir können die momentan sowieso nicht kommunizieren, aber ich arbeite ja an meinem Chinesisch…

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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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