In China verdienen die Allroundkurierer locker das vierfache eines angestellten Arbeiters. Während ein Fabrikarbeiter knapp 3.000 RMB pro Monat verdient, geht es bei selbständigen Kurierfahrern bei 10.000 RMB gerade mal los. Auch in Deutschland sind Allroundkuriere immer gefragter. Aber was macht so ein Allroundkurier denn genau?

Die Deutsche Post als führendes Logistik Unternehmen hat ein grosses Problem. Sie hat zwar ein grosses Service-Spektrum, ist aber dennoch nicht diversifiziert genug um den Anforderungen des heutigen Wirtschaftslebens gerecht zu werden.

Der Markt fordert noch schnellere und noch individuelleren Service und vor allem noch höhere und vor allem  absolute Zuverlässigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Lösung: Der Allroundkurier

Der gelbe Postriese kann das nicht bieten. Der Apparat ist zu schwerfällig und unflexibel. Hier haben kleine serviceorientierte Unternehmen ihre grosse Chance. Nicht nur das Transportgewerbe wächst seit Jahren. Der Bereich Kurierdienst erst Recht. Erst vergangene Woche habe ich 3 Tage auf die Zustellung eines Paketes gewartet, das laut Tracking Nummer jeden Tag zugestellt werden sollte. Der Fahrer meinte nur, er wäre total überlastet und auf seiner Tour würden noch 4 weitere Aushilfsfahrer eingesetzt. Und das war nicht in der Vorweihnachtszeit, wohlgemerkt.

 

Der Markt:

Mit UPS und Co. fing es an. Hunderte andere Kurierdienste haben sich seitdem in den letzten 20 Jahren etabliert. Zuerst mit Lieferwagen, dann mit PKW´s, dann mit Fahrrädern, mittlerweile sogar mit Inline Skates. Die meisten leben gut davon. Und das schönste daran, es ist noch viel Platz für weitere Dienstleister. Die Nachfrage nach besonders schneller und besonders zuverlässiger Lieferung scheint nicht aufzuhören zu wachsen. In grossen Städten bietet Amazon und auch Rewe schon seit einem Jahr “same day delivery” an.

  • Pizzen und China Fastfood soll rund um die Uhr ausgeliefert werden
  • Apotheken bringen Medikamente nach Hause
  • Anwälte lassen wichtige Dokumente zustellen
  • Werbeagenturen sind mit Entwürfen und Druckvorlagen in Zeitdruck
  • Ein Kundendienstler braucht dringend Ersatzteile
  • Kaufhäuser oder Buchläden haben Bestellungen auszuliefern.

Und das sind nur ein paar Beispiele.

 

Deine Chance:

Du glaubst gar nciht was alles von A nach B gebracht werden muss. In dieser stet expandierenden Branche hast auch Du eine Chance. Hier werden neue Arbeitsplätze geschaffen, nicht alte abgebaut. Ob als Nebenjob oder als selbständige Existenz. Beides ist möglich.

 

Die Voraussetzung:

Die primären Voraussetzungen sind:

  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Ortskenntnis

Ein Führerschein ist nicht erforderlich, wenn man als Fahrrad oder Inline Kurier startet. Der Besitz eines Führerscheins erhöht die Job Chance allerdings enorm. Ein eigenes Auto ist nicht notwendig, weil viele Kurierdienste Transporter oder PKW stellen. Als Fahrrad Kurier ist ein eigener Drahtesel allerdings Pflicht.

 

Die Ausstattung:

In der Regel bist Du mit allem bereits ausgestattet was Du als Allround Kurier benötigst. Führerschein und PKW sind meist vorhanden. Handy auch. Fahrrad und wetterfeste Kleidung dürften auch kein Problem sein. Vielleicht noch Helm und Rucksack. Das war´s schon. Auch ein eventuell vorhandenes Motorrad lässt sich nutzen. Du musst kein Büro oder Laden anmieten, keinen Computer kaufen, kein Lager einrichten oder Ware einkaufen. Start in die Selbständigkeit – light.

 

Das Startkapital:

Aus den oben genannten Gründen kann auch Dein Kapital geschont werden. Nur was in der Aufzählung fehlt, muss ggfs. angeschafft werden. Eventuell bedarf es eines kleinen Budgets für die Anschubwerbung, aber dazu kommen wir im Abschnitt Werbung.

 

Der Start:

Der Allround Kuriedienst ist wie kein anderes Geschäftsmodell geeignet nebenberuflich zu starten. Sehr schnell wird die Anzahl Deiner Aufträge steigen wenn Du Werbung betreibst und wie folgt vorgehst:

Kontaktiere alle Kurierdienste in Deiner Nachbarschaft. Einfach mal googeln. Du kannst die anrufen, ich empfehle aber Dich persönlich dort vorzustellen. Biete Deine Dienste als selbständiger Aushilfsfahrer an. Die Firmen haben immer Bedarf an Aushilfen. Es gibt ständig Ausfälle bei den Fahrern und es gibt auch immer Zeiten mit erhöhtem Auftragsvolumen, das die Firmen am besten mit Aushilfen bewältigen können.

Genauso gehst Du mit etablierten Paketdiensten in Deiner Nachbarschaft vor und bei privaten Briefzustellern.

Melde Dich bei Vermittlungszentralen an. Die können Dir Aufträge in von Dir vorgegebenen Zeiträumen vermitteln.

Dann sprich alle Firmen an, die Heimlieferdienste anbieten, also Pizzerien, Fastfoodrestaurants und Supermärkte.

Vergiss auch nicht den Pharmagrosshandel anzusprechen, ebenso die Grossisten der Buchhändler. Viele Freiberufler, wie Anwälte, Werbeagenturen oder Architekten nutzen bereits Botenfahrer oder sind an dieser Dienstleistung interessiert.

Lohnenswert ist auch ein Blick in die Tageszeitung. Da werden oft Fahrer oder Aushilfen gesucht.

Kurz, Biete Dich bei möglichst vielen Auftraggebern als Kurier und Aushilfsfahrer an und Du wirst schon bald mit Arbeit überhäuft werden. Darum ist auch ein Handy so wichtig. Ein kurzer Anruf oder SMS und Du kannst flexibel reagieren.

 

Die Werbung:

Wenn überhaupt reicht schon eine Kleinanzeigen Werbung. Etwa so:

Botendienst xy ist schnell – pünktlich – zuverlässig. Handy 0151 xxx

Inseriere nur in deiner Lokalzeitung oder im Wochenblatt. Die Kosten für eine Fliesstext Anzeige dürfte zwischen 50 und 100 € pro Woche liegen.

Natürlich kannst Du auch in Internet Jobböresen inserieren.

 

Erweiterungsmöglichkeiten:

Viele Kurierfahrer beschränken sich nur auf die traditionelle Dienstleistung und übersehen einen sehr interessanten Bereich: die Autovermietungen. Die haben nämlcih immer Überführungsfahrten durchzuführen. Zum Beispiel einen BMW von Frankfurt nach Berlin  bringen und zurück mit einem Fiat Ducato. Das wird vertretbar bezahlt und ist angenehm und sauber. Scheu Dich nicht vor grossen Namen. Avis, Sixt, Hertz oder Europcar haben vielleich gerade auf Dich gewartet. Eine generelle Einschränkung gibt es dabei. Du solltest schon länger als 3 Jahre den Führerschein besitzen.

Die Logistik Branche ist ein Wachstumsmarkt. Über kurz oder lang wirst Du nicht darum herum kommen selber Aushilfen einzustellen. Mit Organisationstalent und Geschäftssinn lässt sich eine kleine Kurier-Flotte aufbauen.

 

Der Verdienst:

Das Geld liegt durchaus auf der Strasse. Als Rad- oder Inlinekurier kannst Du zwischen 5 und 20,- € pro Fahrt kassieren. Je weiter, je teurer. Paketdienste zahlen entweder einen Stundenlohn (zwichen 10 und 20,- €) oder rechnen nach gelieferten Einheiten ab, was fairer ist und häufiger vorkommt. Der umgerechnete Stundenlohn liegt etwa im selben Bereich. Überführungsfahrten für Autovermietungen und manchmal für Autohäuser werden mit 8 bis 10,- € pro Stunde vergütet. Im Durchschnitt kommt man bei guter Auslastung auf 15,- € Stundenlohn. Womit man bei Vollbeschäftigung auf einen Monatsverdienst von 2.500 bis 3.000 € kommt.

 

Was noch?

Radfahrer und Inline Skater Kuriere sollten sich gegen selbst verschuldete Unfälle versichern. Kläre bei Deiner Privathaftpflicht ab, ob die für Schäden aufkommt, die bei Kurierfahrten verursacht werden. Gegebenfalls solltest Du eine spezielle Haftpflichtversicherung abschliessen. Vergleiche mehrere Anbieter. Der Jahresbeitrag sollte nicht höher als 150,- € sein.

 

Gesetzliche Bestimmungen:

Um eine selbständige Tätigkeit dieser Art auszuüben, ist eine Anmeldung beim örtlichen Gewerbeamt notwendig. Die Kosten betragen je nach Stadt zwischen 30 und 100,- €. Gib am besten “Kurierdienst” oder “Kurierfahrten aller Art” an.

An die Berufsgenossenschaft für Verkehr fallen jährliche Beiträge von mindestens 700,- € an.

Auch Kuriere und Botenfahrer haben ihren eigenen Verband.  Den BdKEP.

 

Zu Schluss noch etwas interessantes zu diesem Thema. Die Firma “time matters”, eine Tochterfirma der Lufthansa Cargo bietet u.a. das Berufsbild des “personal courier” an. Praktisch ein Paket Bodyguard. Über diese sehr interessante Möglichkeit habe ich im vorherigen Blogartikel “Nur Vögel fliegen günstiger” ausführlich berichtet. Schau mal vorbei, wenn das was für Dich ist.

 

 

 

 

 

 

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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