Es ging doch jahrzehntelang gut. Warum sollte sich das irgendwann ändern? Das THW warnt Deutsche und die Bundesregierung stellt im Dezember 2019  30 Millionen € für den Kauf von 670 sogenannte 50 kVA Notstromaggregaten zur Verfügung. Das Bundesinnenministerium(BMI) rüstet  das Technische Hilfswerk (THW) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für den Fall eines großflächigen Stromausfalls (“Blackout“) mit diesen Aggregaten aus.

Schon kleine Stromausfälle führen laut einem Bericht des „Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag“ (2011) bereits zu Versorgungsengpässen (u.a. beim Wasser), zu Störungen der öffentlichen Sicherheit (durch Plünderungen) und zu Beeinträchtigungen im Straßen-, Schiffs und Schienenverkehr, da u.a. die Signale, Ampeln, Wehre ausfallen.

Im Sommer 2019 stand Deutschland bereits am Rande eines Blackouts.

Das BBK  erhält die Notstromaggregate und die verbleibenden Gelder für den Ausbau seiner „Konzeption Zivile Verteidigung“. Das Konzept diene der autarken Unterbringung und Versorgung von bis zu 5000 Personen.“ Das Konzept soll zum Einsatz kommen, wenn die Strom– oder Wasserversorgung ausfällt oder Lebensmittel knapp werden oder nicht mehr geliefert werden können. 

Wie verhalten sich übrigen Bürger? Es drängt sich der Verdacht auf, das es sich bei diesem Personenkreis vordergründig um Regierungsmitglieder, Politiker des Bundestages und der Landesregierungen sowie deren wichtigsten Mitarbeitern handeln wird. 

BBK-Chef Unger glaubt, dass Menschen, die sich „in ihrem Lebensalltag sozial verhalten, dieses Verhalten auch in einer Notsituation überwiegend beibehalten“ werden. Und er hofft, dass sie Anderen helfen werden. Mal sehen ob sich die Mitbürger im Notfall an diese Hoffnung erinnern werden. 

Bereits Jahre, bevor Bundeskanzlerin Angela Merkel 2011 die umstrittene „Energiewende“ verkündet hat, die nach Ansicht von Kritikern höhere Preise und mehr Instabilität in der Stromversorgung bewirken würde, mussten Deutschlands Bewohner erfahren, dass flächendeckende Stromausfälle ein durchaus reales Risiko darstellen. In einer solchen Situtation Atomkraftwerke stillzulegen und aktuell auch noch gegen Kohleverstromung vorzugehen ist unverantwortlich. Die Stromtrassen von den Windkraftparks im Norden Deutschlands in den Süden existieren noch nicht einmal!

Welch verheerende Folgen ein Stromausfall haben kann, zeigt das Beispiel New York! Dort fiel vom 13. bis 14. Juli 1977 der Strom aus. Neun Millionen Menschen saßen plötzlich im Dunkeln! In den ärmeren Vierteln plünderten marodierende Banden mehr als 1600 Geschäfte und legten mehr als 1000 Brände. Die öffentliche Ordnung brach in Teilen der Stadt zusammen. So viel zu den wünschen des BBK-Chefs Unger, das sich die Bevölkerung überwiegend sozial verhalten würden.

An 1977 erinnern sich wohl die wenigsten, aber so weit  muss man nicht einmal zurückdenken. Unvergessen auch der Mega-Stromausfall im Juni 2019 in Argentinien und Uruguay. 48 Millionen Menschen waren 15 Stunden ohne Stromversorgung. 

Jahrzehntelang gab es in Europa kaum einen Grund über eine ernsthafte bedrohliche Krise nachzudenken. Gerade die jüngere Generation kommt meist nicht einmal auf die Idee über Krisenvorbereitungen nachzudenken. Schon 2017 riet die deutsche Bundesregierung zum Anlegen von Notvorräten. 

Für viele ältere Menschen, die das Ende des letzten Weltkrieges noch als Kinder miterlebt haben, war eine Vorsorge noch selbstverständlich. Die heutige Generation hat jegliche Fertigkeiten, die dazu nötig sind, völlig verlernt.

Selbst so einfache Dinge wie ein “Flucht Rucksack” lernt man heute erst schätzen, wenn einen die Feuerwehr aus einem brennenden Haus evakuiert oder wenn wegen eines Bombenfundes für 24 Stunden das Haus verlassen werden muss. Ich besitze noch einen kleinen Koffer von meiner Oma, in dem sie das Familienbuch mit Heirats- und Geburtsurkunden etc. immer griffbereit hatte. Meine Oma wurde im zweiten Weltkrieg in Düsseldorf 5 mal ausgebombt, d.h. jedesmal wurde das Haus und der gesamte Hausrat zerstört. Erst nach dem 5. mal wurde die Familie auf die schwäbische Alb evakuiert. Der Koffer ist ein Andenken an meine Oma nicht mein “Flucht Rucksack”. Dafür verwende ich tatsächlich einen Rucksack, den ich in einem weiteren Artikel vorstellen werde. 

 

Sind wir zu oberflächlich oder zu dumm? Geht es nur um mögliche Stromausfälle oder gibt es auch andere Krisenauslöser?

Thema Naturgewalten. Erinnert ihr euch noch an das Elbehochwasser von 2002?

Politische Unsicherheit und militärische Machtspiele. Erinnert ihr euch an den jugoslawischen Bürgerkrieg in den 90er Jahren? Oder glaubt ihr die ukrainische Bevölkerung hätte im Januar 2014 daran gedacht, dass im Februar 2014 ein bewaffneter Konflikt über sie hereinbrechen würde? Mit Sicherheit nicht.

Es geht NICHT um das Überleben während eines Weltuntergangs, sondern um die halbwegs komfortable Überbrückung von unvorhergesehenen Ereignissen für einige Wochen oder Monate. Gerade als digitaler Nomade behalte ich so etwas im Ausland, aber auch in Deutschland, immer im Auge.

 

Habt ihr mal überlegt, wie lange ihr ohne Geld aus dem EC-Automaten klar kommt?

3 Monate? Oder eher ein Wochenende? Dankt mal darüber nach! Fragt mal einen Zyprioten, die hätten nie gedacht das so etwas passieren kann. An einem kalten Wintertag 2013 war es dann von heute auf morgen soweit. In Bulgarien konnte ein paar Wochen vorher eine systemrelevante Bank nur mit arger Mühe vor einem Banken run der Sparer gerettet werden. Und wie war das mit Argentinien? Schon vergessen? Ist auch nicht lange her. Genau gesagt 2001/2002 kam es dort zu einem Zusammenbruch des Finanzsystems und seitdem stehen sie immer wieder kurz davor. Armutsrate 57% von heute auf morgen! Die Bevölkerung kam nach der Einführung der neuen Währung übrigens einige Wochen überhaupt nicht mehr an Bargeld und sogar später war es nur ein Bruchteil der früheren Währung wert. Wer es nicht glaubt, kann es gerne auf Wickipedia nachlesen. Einfach “Argentinien Krise” eingeben.

 

Wieviel Lebensmittel habt ihr im Kühlschrank oder im Keller? Langt es fürs Wochenende oder sogar für eine halbe Woche? 

Die Lebensmitteldiscounter in den Städten haben übrigens wie auch die ganze Lebensmittelindustrie keine grosse Lagerkapazitäten mehr. Die wurden durch das Konzept “Just in Time” abgebaut und ersetzt. Alles kommt jeden Tag oder fast jeden Tag frisch vom Zentrallager. Und diese Zentrallager sind weit weg von den Ballungszentren. Jetzt überleg mal wie lange es dauert bis im Zweifelsfall alles leer gekauft ist und ich meinen noch nicht mal durch Hamsterkäufe.

Zu guter letzt überleg mal wie lange es im Falle einer Krise noch Diesel oder Benzin für die LKW´s und Autos vorhanden ist?

Wer jetzt sagt, das interessiert mich alles nicht, soll gerne weiter als “Hans guck in die Luft” weiter durchs Leben laufen. Die anderen lade ich herzlich ein in meinem Blog meine neue Serie “Minimalismus und Prepper” mit Tipps, Tricks und aktuellen Informationen, zu lesen. 

 

 

 

Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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Ich bin Jahrgang 1970 und lebe seit 2014 in China. Seit mittlerweile über 20 Jahren bin ich Unternehmer und u.a. Gründer von ONEANDAHAHFMAN. Ich bin entschlossen und zielstrebig dabei meinen ganz persönlichen Traum wahr werden lassen – ortsunabhängiges leben und arbeiten. Schon früh entdeckte ich die Faszination des Reisens. Viele Auslandsaufenthalte in verschiedenen Teilen der Welt haben mich mehr und mehr für das Thema ´Ausland und Auswandern` sensibilisiert. Eine Option Ausland ist inzwischen auch Teil meiner eigenen Lebensplanung geworden.
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